32. Landeswettbewerb

Über 700 Jagdhornbläser kommen nach Regensburg - Zuhörer willkommen

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Hornmeister Wolfgang Bauer von den Regensburger Parforcehorn-Bläsern bei der Programmvorstellung am Haidplatz am Dienstag.

Hornmeister Wolfgang Bauer von den Regensburger Parforcehorn-Bläsern bei der Programmvorstellung am Haidplatz am Dienstag.

Von Redaktion Regensburg

Ein Superlativ eilt dem 32. Bayerischen Landeswettbewerb im Jagdhornblasen am Samstag in Regensburg bereits voraus. Mit 49 Gruppen und über 700 Teilnehmenden kommen am Samstag so viele wie noch nie zu einem Treffen, teilten die Veranstalter in einer Pressemeldung mit.

Ab 9 Uhr stellen sich die Gruppen aus weiten Teilen Bayerns in Formationen von vier bis zu 30 Bläserinnen und Bläsern im Stadtpark der Jury. Um 17.30 Uhr treffen sich alle zum gemeinsamen Abschlusskonzert auf dem Haidplatz. Dort werden auch Jagdminister Hubert Aiwanger, der neugewählte Präsident des Bayerischen Jagdverbandes Hubert Stärker und Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger vom Balkon des Thon-Dittmer-Palais zu den Jagdhorn-Gruppen sprechen.

Auftreten und Präsentation werden bewertet

„Wir würden uns freuen, wenn die Bevölkerung in den Stadtpark und auf den Haidplatz kommt“, wirbt Franz-Xaver Lindl, Organisator und Vorsitzender des Bezirksjagdverbandes Regensburg im Landesjagdverband Bayern, für den Landesbläserwettbewerb. Von Kaufbeuren im Süden bis Schweinfurt und aus der Region Untermain im Norden kommen die weitest gereisten Gruppen nach Regensburg, um sich in verschiedenen Klassen zu messen. Im Vormittags- und im Nachmittagsprogramm treten sie vor jeweils fünf Jurymitglieder aus anderen Bundesländern. So schreibt es das Reglement vor. Bewertet werden das Auftreten, die Anzugsordnung, die Aufstellung sowie die Präsentation von zwei Pflicht- und zwei Kürstücken. Bei der Siegerehrung im Thon-Dittmer-Palais nach dem Abschlusskonzert auf dem Haidplatz werden jeweils die Plätze ein bis drei prämiert und mit Sachpreisen belohnt.

Früher Verständigung bei Gesellschaftsjagden

„Das Jagdhornblasen ist weit mehr als ein musikalischer Wettbewerb. Es ist klingende Leidenschaft, gelebte Geschichte und Ausdruck unserer tiefen Verbundenheit mit Natur und Wild“, spricht Lindl in seinem Vorwort der Zeitschrift „Jagd und Naturschutz“ die lange Tradition des Jagdhornblasens an. In der Vergangenheit wurde das Jagdhorn hauptsächlich auf Gesellschaftsjagden genutzt, um sich untereinander zu verständigen. Geblasene Signale wie „Sammeln der Jäger“ oder „Zum Essen“ dienten und dienen ganz pragmatisch der Übermittlung von Befehlen und Richtungsanweisungen und somit der Verständigung über weitere Strecken. Die Geschichte der kreisförmig gewundenen Signalhörner geht bis ins 9. Jahrhundert zurück. Geblasen werden vornehmlich die großen Parforcehörner und die deutlich kleineren, fast handlichen Fürst-Pless-Hörner mit einem Tonumfang von fünf Tönen.

„Lokalmatadore“ beim Landeswettbewerb, der letztmals 2006 in Regensburg stattfand, sind die „Tangrintler Jagdhornbläser“ und die „Regensburger Parforcehornbläser“ um Hornmeister Wolfgang Bauer.

Beschlossen wird der 32. Landesbläserwettbewerb am Samstag um 19.30 Uhr mit einer von Dr. Werner Schrüfer zelebrierten Hubertusmesse in der Alten Kapelle.

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