Gegen Kopf getreten
Schlägerei zwischen zwei Männern eskaliert in Regensburg

Am Freitagmorgen, 7. August, soll ein 19-Jähriger am Hauptbahnhof Regensburg einen 36-Jährigen attackiert haben. Das Bundespolizeirevier Regensburg übernahm die Ermittlungen. Vergangenen Samstagnachmittag konnte ein Zeuge identifiziert werden.
Gegen 5.50 Uhr habe ein Reisender das Polizeipräsidium Oberpfalz über eine Schlägerei zwischen zwei Männern am Arcadensteg informiert, teilt die Polizei mit. Eine Bundespolizeistreife eilte zum Einsatzort und habe eine Person regungslos am Boden vorgefunden. Die Beamten versorgten den Verletzten und forderten einen Rettungswagen an.
Im Rahmen der sofort ausgelösten Fahndung konnten Bundespolizisten den zweiten Beteiligten an der Schlägerei am Eingang zu den Arcaden stellen. Bei dem Mann handelte es sich um einen 19-jährigen Iraker. Ersten Ermittlungen zufolge soll der am Boden liegende Verletzte, ein 36-jähriger Deutscher, seinen Kontrahenten verbal attackiert und anschließend mit einer Glasflasche in Richtung dessen Kopfes geschlagen haben. Bei der darauffolgenden körperlichen Auseinandersetzung sei der 36-Jährige hingefallen. Der 19-Jährige soll auf den am Boden liegenden Mann eingeschlagen und anschließend mehrmals mit dem Fuß gegen dessen Kopf getreten haben.
Beide Personen mussten mit Kopfverletzungen ins Klinikum eingeliefert werden. Die Verletzungen seien nicht lebensgefährlich. Das Bundespolizeirevier Regensburg ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
Ein Zeuge soll am Tattag beobachtet haben, wie der Verdächtige den am Boden liegenden Mann mehrfach mit dem Fuß gegen den Kopf getreten hat. Dieser konnte laut Polizeibericht am Samstagnachmittag gegen 17 Uhr durch einen Super-Recogniser des Bundespolizeireviers Regensburg, der zu diesem Zeitpunkt privat unterwegs war, am Hauptbahnhof identifiziert werden. Ein Super-Recogniser bezeichnet einen Menschen mit der angeborenen Fähigkeit, sich Gesichter extrem gut einzuprägen und sie nach langer Zeit in großen Menschenmassen oder trotz starker äußerer Veränderungen wiederzuerkennen. Der Vorfall sei auch auf Videoaufzeichnungen dokumentiert, auf denen der Zeuge zu sehen ist. Er soll in Kürze zu dem Vorfall von Ermittlern befragt werden.
Die Ermittler suchen Zeugen, die den Tathergang beobachtet haben. Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen über die Telefonnummer 09972/9408-0 oder per E-Mail an bpoli.waldmuenchen@polizei.bund.de entgegen.












