In die Tiefe gestürzt

Albert von Thurn und Taxis nach Rallye-Unfall aus Klinik entlassen

Der 42-Jährige war bei einer Motorsport-Rallye in Österreich von der Straße abgekommen und einen Abhang hinuntergestürzt. Er wurde umgehend ins Krankenhaus geflogen. Jetzt gibt es Entwarnung.

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Fürst Albert von Thurn und Taxis (Archiv)

Fürst Albert von Thurn und Taxis (Archiv)

Von Redaktion idowa, und dpa

Fürst Albert von Thurn und Taxis, der Sohn von Gloria von Thurn und Taxis, ist am Freitag bei der Rebenland-Rallye in der Südsteiermark in Österreich schwer verletzt worden. Inzwischen habe er das Krankenhaus verlassen können, teilte der Veranstalter am Samstagmittag mit.

Laut der Homepage des Veranstalters verlor der 42-jährige Adelige an einem Abhang die Kontrolle über seinen Wagen und stürzte anschließend mit seiner Co-Pilotin Jara Hain rund 50 Meter in die Tiefe. Die Veranstalter forderten einen Kran an, um das Auto samt Besatzung zu bergen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, klagten Albert von Thurn und Taxis und seine Co-Pilotin über Rückenschmerzen. Rettungskräfte flogen beide mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Wagna. Der genaue Gesundheitszustand sei noch unklar, sagte ein Sprecher des Veranstalters gegenüber der Deutschen Presseagentur. Thurn und Taxis habe aber davon gesprochen, dass er „sieben Schutzengel“ gehabt habe. Er und Jara Hain wurden inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen, teilte der Veranstalter mit. 

Dass nichts Schlimmeres passiert sei, habe der Fahrer dem Sicherheitskäfig zu verdanken, der in allen Rennfahrzeugen verbaut sei, so der Veranstalter gegenüber der Deutschen Presseagentur. Die Sonderprüfung der Rallye sei nach dem Unfall neutralisiert - also ohne Zeitnahme - zu Ende gefahren worden.

Fürst Albert von Thurn und Taxis nimmt mit diesem Auto an Rallye-Veranstaltungen teil. Das Bild wurde während der Rallye-Weltmeisterschaft in Frankreich am 30. Januar 2026 aufgenommen. (Archiv)

Fürst Albert von Thurn und Taxis nimmt mit diesem Auto an Rallye-Veranstaltungen teil. Das Bild wurde während der Rallye-Weltmeisterschaft in Frankreich am 30. Januar 2026 aufgenommen. (Archiv)

Die Rebenland-Rallye sei eine renommierte Motorsportveranstaltung. Sie findet jährlich rund um Leutschach an der Südsteirischen Weinstraße in Österreich statt. Am Donnerstag, 13. März, gingen laut Veranstalter 55 Teams an den Start.

Seit seiner Jugend hinter dem Steuer

Albert von Thurn und Taxis ist bereits lange begeistert vom Motorsport. Schon als Jugendlicher drehte er beim Nachwuchswettbewerb "Lupo-Cup" in einem auf 125-PS hochgerüsteten VW-Kleinwagen seine Runden. Bei dem Premierenrennen mit gerade einmal 17 Jahren wurde er zwar nur Vorletzter, schwärmte aber bereits damals: "Das hat riesig viel Spaß gemacht, ich kann das nächste Rennen kaum erwarten."

Erfolgreich in ADAC-Rennserie

Später trat der Regensburger in der Rennserie ADAC GT Masters an, im Jahr 2010 holte er dort mit seinem Teampartner auch den Gesamtsieg. Seit einigen Jahren ist er auch im Rallye-Sport unterwegs. "Ich bin schon ein Automensch", sagte er 2023. Beim Fahren in der Stadt sei er zwar manchmal vom Stau frustriert, bei längeren Reisen könne er im Wagen aber in Ruhe telefonieren und Musik hören.

Mehrere Ausbildungen und Doktortitel in Philosophie

Albert ist der Chef des bekannten Regensburger Fürstenhauses Thurn und Taxis. Als sein Vater Johannes 1990 starb, war Albert - der Haupterbe - erst sieben Jahre alt. Seine Mutter Gloria Fürstin von Thurn und Taxis verwaltete in der Folge das Vermögen bis zur Volljährigkeit ihres Sohnes.

Nach Angaben der Familie hat Albert seine Schulausbildung in Regensburg und Rom gemacht und anschließend an der Universität Edinburgh Volkswirtschaftslehre und Theologie studiert, dann folgte eine Finanzausbildung in Zürich. Ein Philosophiestudium an einer römischen Uni habe Albert 2022 mit der Promotion abgeschlossen.

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