Am Bahnhof

Eltern auf Drogen: Regensburger Bundespolizei verhaftet Vater, Kind in Obhut

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Sein Drogenkonsum hatte für den Vater weitreichende Folgen: Er landete in Haft. (Symbolbild)

Sein Drogenkonsum hatte für den Vater weitreichende Folgen: Er landete in Haft. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

Montagnacht haben berauscht wirkende Eltern mit einem Kinderwagen im Regensburger Hauptbahnhof die Bundespolizei auf den Plan gerufen. Wie sich zeigte, war der Verdacht berechtigt.

Laut Polizeibericht hatte eine Reisende gegen 22.50 Uhr am Bundespolizeirevier Regensburg zwei Personen mit einem Kinderwagen in der Haupthalle des Hauptbahnhofes Regensburg gemeldet, die ihren Angaben nach berauscht wirken würden. Eine Streife eilte sofort dorthin und traf die Eltern mit ihrem neun Monate alten Kind an.

Auf Nachfrage teilte der Vater mit, dass er keinen Ausweis dabei habe, und nannte seinen angeblichen Namen. Zudem räumte er ein, sich etwa drei Stunden zuvor Kokain gespritzt zu haben. Bei der Durchsuchung fanden die Bundespolizisten dann auch eine benutzte Spritze und entdeckten in der Handtasche der Frau seinen Ausweis – der jedoch auf einen anderen Namen ausgestellt war, als von ihm angegeben.

Der mutmaßliche Grund dafür wurde rasch klar: Beim Abgleich der Personalien im Fahndungssystem stellte sich heraus, dass der 38-jährige Deutsche wegen eines besonders schweren Falls von Diebstahl im Jahr 2022 per Haftbefehl gesucht wurde. Damals war angeordnet worden, dass er für drei Monate in eine Entzugsanstalt muss. Weil der Mann aber nicht aufzufinden war, hatte die zuständige Staatsanwaltschaft Regensburg Haftbefehl erlassen.

Die Frau wirkte derweil desorientiert und übergab sich im Bundespolizeirevier Regensburg, weshalb die Beamten einen Rettungswagen anforderten. Sanitäter untersuchten Mutter und Kind, die 40-jährige Deutsche lehnte jedoch einen Transport ins Krankenhaus ab. Weil die Frau verwahrlost aussah, verständigten die Bundespolizisten das Jugendamt, welches den kleinen Buben schließlich in Obhut nahm. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entließen die Beamten die 40-Jährige aus der Dienststelle.

Ein Arzt bestätigte die Gewahrsamsfähigkeit des 38-Jährigen. Am Dienstag brachten ihn die Bundespolizisten ins Bezirksklinikum Mainkofen. Außerdem wurde er wegen falscher Namensangabe angezeigt.

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