Festakt mit Söder
Regensburger Theater wird zum sechsten Staatstheater in Bayern

Barbara Eisenhut
Theaterintendant Sebastian Ritschel (von links), Oberbürgermeister Thomas Burger, Kunstminister Markus Blume, Ministerpräsident Markus Söder, Finanzminister Albert Füracker und Kaufmännischer Direktor Matthias Schloderer auf der Bühne. Die Gäste erhielten einen Wassertropfen aus der Donau in Glas gefasst.
Es ist vollbracht: Nach drei Jahren des Wartens ist das Regensburger Theater nun endlich Staatstheater. Das wurde am Freitag mit einem Festakt im Theater gebührend gefeiert. Zu dem erschien jeder der Rang und Namen in der Stadt, der Oberpfalz und Bayern hat. Fehlen durfte da natürlich auch Ministerpräsident Markus Söder nicht. Mit der Ernennung ist Regensburg nun das sechste Staatstheater in Bayern.
Schon vor Beginn waren die Aufregung und die Euphorie beim Festakt zur Ernennung zum Staatstheater bei den Gästen zu spüren. Eine Liveübertragung in das Theater am Bismarckplatz zeigte auf der großen Leinwand die Ankunft von Ministerpräsident Markus Söder und Kunstminister Markus Blume, die kurz darauf zusammen mit Theaterintendant Sebastian Ritschel, dem Kaufmännischen Direktor des Theaters Matthias Schloderer, dem neuen Oberbürgermeister Thomas Burger und der Landrätin Tanja Schweiger den neuen Schriftzug des Theaters über dem Eingang enthüllten. „Staatstheater Regensburg“ steht dort nun über der Tür. Während die Enthüllung stattfand, waren in der Übertragung unverständliche Rufe aus der Öffentlichkeit zu hören. Zwischen den beiden Brunnen am Bismarkplatz hatte sich etwa ein Dutzend Personen aufgestellt, die sich gegen die Wehrpflicht stark machten. Das beeindruckte die Volksvertreter allerdings wenig.
Nach der Enthüllung des neuen Namens und der ersten Musikeinlage standen Intendant und Kaufmännischer Direktor im Theater auf der Bühne. Dort bekamen sie zunächst einen riesen Applaus und „Bravo“-Rufe bevor sie mit ihrer Ansprache beginnen konnten. „Dieser 8. Mai wird in die Geschichte des Theaters eingehen“, sagte Matthias Schloderer dabei. Theaterintendant Sebastian Ritschel sagte: „Der Titel ist eine Auszeichnung, er hört sich nicht nur schön an, sondern ist zugleich ein Auftrag das bisher geschaffene weiter auszubauen.“ Die Vielfalt des Hauses werde die Strahlkraft potenzieren. Die Erhebung sei das Ergebnis einer „bemerkenswerten kollektiven Gesamtleistung“.
Söder: „Bekenntnis zur Kunst“
Ministerpräsident Markus Söder nannte die Ernennung des Hauses bei der derzeitigen Weltlage in seiner Rede ein „Bekenntnis zur Kunst“. Früher sei man der Überzeugung gewesen, dass Spitzenkunst nur in München möglich sei. Er sehe das nicht so, die sei auch in Regensburg möglich. Er betonte, dass die Erhebung nicht nur mehr Geld bedeute, sondern dem Haus insgesamt ganz anderer Möglichkeiten eröffne. Es sei ein ganz anderes Level. Das Niveau in Regensburg sie aber sowieso schon extrem hoch gewesen. Die Ernennung sei kein Prozess gewesen, wo extrem gedrängt werden musste.
Kunstminister Markus Blume sagte: „Regensburg ist keine Kopie der anderen Staatstheater“ und verwies damit auf die Einzigartigkeit des Regensburger Fünfspartenhauses. Es sei ein Theater der Extraklasse und die Ernennung der Verdienst der Leistungen der letzten Jahre und Jahrzehnte.
Zu guter Letzt wurde die Ernennungsurkunde auf der Bühne vom neuen Oberbürgermeister Thomas Burger und Kunstminister Markus Blume unterzeichnet. Als Geschenk erhielten die Gäste zum Schluss einen Wassertropfen aus der Donau in Glas gefasst von der Künstlerin Ulrika Eller-Rüter.
Die Ernennung zum Staatstheater bedeutet für das Theater Regensburg vor allem finanzielle Stabilität. Es ist nun das sechste Bayerische Staatstheater. Neben drei Häusern in München gehören auch Nürnberg und Augsburg zu der Riege der Extraklasse.















