Per E-Mail
61-Jähriger aus Regenstauf um mehrere zehntausend Euro betrogen

Christin Klose/dpa
Die Masche des sogenannten Anlagebetrugs sei weit verbreitet, berichtet die Polizei. (Symbolbild)

Ein 61-jähriger aus Regenstauf ist im Zeitraum von September 2025 bis April 2026 Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Wie die Polizei mitteilt, sei ihm auf einer vermeintlichen Trading-Plattform eine deutliche Wertsteigerung seiner zunächst geringen Einzahlung angezeigt worden, woraufhin der Mann insgesamt mehrere zehntausend Euro an die bislang unbekannten Täter überwiesen haben soll.
Laut der Kriminalpolizei Regensburg habe der 61-Jährige im September 2025 per E-Mail eine Anzeige erhalten, in der für eine vermeintliche Geldanlage geworben wurde. Nach einer zunächst einmaligen Einzahlung von wenigen hundert Euro wurde dem Mann auf einer Internetplattform eine stetige Wertsteigerung seines angeblich angelegten Geldes angezeigt. Im weiteren Verlauf teilten ihm die bislang unbekannten Täter mit, dass sich auf seinem Konto mittlerweile ein Betrag von mehreren tausend Euro befinde. Für die Auszahlung des vermeintlichen Guthabens müsse er jedoch zunächst zehn Prozent der Auszahlungssumme überweisen. In der Folge erhielt der Geschädigte Zugang zu einem persönlichen sogenannten „Wallet“, über das er mehrere Teilzahlungen an eine ausländischen IBAN vornahm. Insgesamt habe der Mann, so die Polizei, mehrere zehntausend Euro überwiesen. Während des Tatzeitraums sei der 61-Jährige mit drei verschiedenen Personen in Kontakt gewesen, die Kommunikation habe über mehrere Messengerdienste stattgefunden. Vor kurzem habe der Geschädigte erkannt, dass er Opfer eines Betrugs geworden ist, und erstattete Anzeige.
Die Masche des sogenannten Anlagebetrugs sei weiterhin weit verbreitet, warnt die Polizei. Betrüger würden häufig im Internet oder über soziale Medien mit angeblich lukrativen Anlagemöglichkeiten und hohen Gewinnversprechen weben. Tatsächlich würden die angezeigten Gewinne oftmals lediglich dazu dienen, die Geschädigten zu weiteren Investitionen zu bewegen. Ein Verlust des eingesetzten Geldes würde häufig erst erkannt, wenn Auszahlungen verweigert werden oder der Kontakt zu den vermeintlichen Anlageberatern abbricht.











