Diebstahl eskaliert

Verfolgungsjagd durch Passau: Fahrer durchbricht Straßensperre, Polizei schießt

Ein Autodiebstahl, mehrere Unfälle, eine durchbrochene Straßensperre – und letztlich schießt die Polizei auf das Auto: Ein 17-Jähriger hielt am Samstag die Polizei im Raum Passau in Atem. Doch noch ist vieles unklar.

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Mehrere Unfälle, eine durchbrochene Straßensperre, Schusswaffengebrauch: wohl ein eskalierter Autodiebstahl hielt die Passauer Polizeikräfte am Samstagabend in Atem.

Mehrere Unfälle, eine durchbrochene Straßensperre, Schusswaffengebrauch: wohl ein eskalierter Autodiebstahl hielt die Passauer Polizeikräfte am Samstagabend in Atem.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion idowa

Ein Autodiebstahl in Passau hat am Samstagabend die Polizeieinsatzkräfte gefordert. Dem Polizeibericht zufolge kam es dabei zu einer Verfolgungsjagd und mehreren Unfällen. Im Zuge dessen soll der 17-jährige Fahrer des gestohlenen Autos sogar eine polizeiliche Straßensperre durchfahren haben und auf einen Polizisten zugerast sein. Die Beamten schossen letztlich sogar auf das flüchtige Auto. Wie kam es dazu – und was war geschehen?

Laut Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Niederbayern begann der Fall bereits in der Nacht von Freitag, 11. September, auf Samstag, 12. September. In dieser Nacht habe ein bislang Unbekannter einen Audi im geschätzten Wert von rund 25.000 Euro aus einer Garage in der Vogelweiderstraße in Passau entwendet.

Nachdem der Geschädigte am Samstagmorgen den Diebstahl bemerkt hatte, erstattete er bei der Polizeiinspektion Passau Anzeige. Daraufhin starteten die Einsatzkräfte eine Fahndungsaktion im Raum Passau. Laut Polizeiangaben waren daran rund ein Dutzend Streifen beteiligt.

Gegen 17.45 Uhr dann der Fahndungstreffer: Einsatzkräfte der Grenzpolizeiinspektion Passau fanden das Auto auf der A 3. Ab dann eskalierte die Situation, wie aus der Polizeimeldung hervorgeht. 

Denn der Fahrer des Audi, der nach bisherigem Kenntnisstand mit einer Sturmhaube maskiert war, habe sämtliche Anhaltesignale und Anhalteversuche der Polizei ignoriert – und seine Fahrt weiter Richtung Passau fortgesetzt. Zuvor soll der Fahrer im Kreis Freising noch einen Tankbetrug begangen haben.

Mit bist 170 km/h in Richtung Passau

An der Anschlussstelle Passau-Nord verließ er die Autobahn und fuhr laut Polizeiangaben mit bis zu 170 km/h – also deutlich überhöhter Geschwindigkeit – weiter in Richtung Passau. Hierbei soll es nach bisherigem Stand der Ermittlungen zu mehreren Verkehrsunfällen gekommen sein.

Zu wie vielen und an welchen Örtlichkeiten es zu Verkehrsunfällen gekommen ist, konnte zum jetzigen Stand noch nicht abschließend festgestellt werden. „Hierzu laufen die Ermittlungen“, teilt die Polizei mit.

Im Bereich der Franz-Josef-Strauß-Brücke in Passau soll der Fahrer dann schließlich eine polizeiliche Straßensperre durchbrochen haben und auf einen dort eingesetzten Polizeibeamten unmittelbar zugefahren sein. Dabei schossen die Beamten auf das Fahrzeug, dieses setzte aber die Flucht fort.

Ein Ende fand die Verfolgungsjagd dann laut Polizeiangaben im Bereich der Neuen Rieser Straße. Das Auto verunfallte dort und der Fahrer, ein 17-jähriger Tscheche, konnte in der Folge widerstandslos festgenommen werden, wie die Polizei berichtet. Ob der Fahrer auch der Fahrzeugdieb war, ist zum derzeitigen Ermittlungsstand unklar. 

Am Audi entstand ein erheblicher Sachschaden. Dieser war nicht mehr fahrbereit und musste von der Unfallstelle geborgen werden.

Der 17-Jährige wurde aufgrund des Verkehrsunfalles leicht verletzt und zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Er befinde sich mittlerweile wieder in Polizeigewahrsam.

Die Kriminalpolizeiinspektion Passau hat, wie in solchen Fällen üblich, unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Passau die Prüfung des polizeilichen Schusswaffengebrauchs übernommen.

Zeugenaufruf

Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Audi-Fahrers gefährdet worden sind oder Angaben zur Fahrweise des Fahrers machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei Passau, 0851/9511-0, in Verbindung zu setzen.

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