Taschentücher

Mülllawine am Lusen: Ranger appellieren an Besucher

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Nationalpark-Ranger Lothar Mies kam von seinem sonntäglichen Rundgang mit zwei gefüllten Tüten Müll vom Lusen zurück.

Nationalpark-Ranger Lothar Mies kam von seinem sonntäglichen Rundgang mit zwei gefüllten Tüten Müll vom Lusen zurück.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion Viechtach

So etwas hat er in seinen über 35 Jahren im Dienst des Nationalparks Bayerischer Wald noch nicht erlebt. Ranger Lothar Mies staunte nicht schlecht, als er bei seinem routinemäßigen Rundgang um den Lusen am vergangenen Sonntag hunderte Taschentücher und weiteren Müll fand. Auch seine Wacht-Kollegen im Bereich Finsterau hatten am Wochenende gut zu tun. Die Ranger appellieren nun, respektvoller mit der sensiblen Natur umzugehen und Müll zu Hause zu entsorgen.

„Alleine über die Himmelsleiter zum Lusengipfel musste ich über 130 Papiertaschentücher einsammeln“, schildert Lothar Mies die Situation am vergangenen Wochenende. „Auf meinem Rückweg über den Winterweg kamen dann noch einmal gut 60 dazu.“ Zusammen mit anderem Unrat waren am Ende seiner Streife zwei Papiertüten bis zum Rand mit Müll gefüllt. Es sei zwar keine Überraschung, auf einem der am stärksten frequentierten Wanderwege des Nationalparks Müll - ob unachtsam verloren oder absichtlich zurückgelassen - zu finden. Die Mengen, die er und seine Wacht-Kollegen derzeit fänden, seien aber schon erschreckend.

Zu typischen Hinterlassenschaften gehören neben Taschentüchern vor allem auch Hundekotbeutel, Zigarettenstummel, Getränkedosen und diverser Plastikmüll. Unachtsam in den Wald geworfene Glasflaschen können mitunter brandgefährlich werden. Das stark frequentierte Gebiet um den Lusen ist jedoch kein Einzelfall, auch im Bereich der Parkplätze von Zwieslerwaldhaus mussten zuletzt Windeln, Schuhe und Getränkekartons entfernt und entsorgt werden.

Kernaufgabe ist es, im Gelände unterwegs zu sein, um Besucher über die Waldwildnis zu informieren, nicht um Müllabfuhr zu sein. Das kostet nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld. Zu einem pflichtbewussten und naturverbundenen Wanderer gehöre deshalb auch, einen Beutel im Rucksack dabei zu haben, in dem anfallender Abfall mit nach Hause genommen werden kann.

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