Podcast
Straubings OB-Kandidaten: Mit Schnellfragerunde rein in den Wahlkampf

Aileen Stettmer
Die sechs Straubinger Oberbürgermeister-Kandidaten haben sich einem Podcast den Fragen von Redakteur Manuel Krüger gestellt.
Werden Stadtratsentscheidungen besser, wenn Sie ab November 2026 in frisch sanierten Räumen getroffen werden? Wie kann man Wahlkampf und Olympia schauen unter einen Hut bekommen? Und müsste eine bevorstehende Hochzeit bei einem möglichen - wenn auch ehrlicherweise unwahrscheinlichen - Amtsantritt als Oberbürgermeister verschoben werden?
Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es ab sofort in einem neuen Podcast der Mediengruppe Attenkofer. Manuel Krüger hat alle sechs Straubinger Oberbürgermeister-Kandidaten einzeln getroffen und sich mit ihnen in launigen Gesprächen über ihre persönliche Motivation und ihre Ideen für die Zukunft der Gäubodenstadt unterhalten. Die Gespräche dauern jeweils zwischen 17 und 27 Minuten.
So erfahren die Zuhörer in den sechs Folgen unter anderem in Schnellfrage-Runden, wer lieber selbst kocht statt Essen zu gehen, dass die Rock- und Pop-Liebhaber im Bewerberkreis gegenüber einem Schlagerfan deutlich in der Überzahl sind und dass sich die Kandidaten im Sommer meist wohler fühlen als im Winter.
Amtsinhaber Markus Pannermayr (CSU) erzählt, dass er von seinen Kindern in ihrer spärlichen, gemeinsamen Familienzeit leider zu oft ermahnt werden muss, doch mal das Handy aus der Hand zu legen. Erhard Grund (Grüne) erwidert als Antwort auf eine ausgewählte Leserfrage, dass er zwar kein Akademiker sei („die Kinder haben sich nicht von braven Sprüchen ernährt“), er mit 30 Jahren Erfahrung in der freien Wirtschaft aber trotzdem ein Grundverständnis dafür mitbringe, dass Geld erst erwirtschaftet werden müsse, bevor man es im Gemeinwohl ausgeben könne. Ob es praktisch ist, dass seine Tochter auch für den Stadtrat kandidiert, da ist sich SPD-Kandidat Peter Stranninger gar nicht so sicher: „Natürlich wird dann vieles am Küchentisch diskutiert, was vielleicht woanders hin sollte.“ Christoph Weinholzner von den Freien Wählern bleibt auch, angesprochen auf die etwas kurios verlaufene Aufstellungsversammlung, gelassen und freut sich auf den weiteren Wahlkampf. „Natürlich kommt dieses Thema immer wieder mal, aber das gehört dazu“, kommentiert er die Querelen im Vorfeld, weshalb er als OB-Kandidat nur auf Listenplatz 7 vertreten ist. Katrin Dengler (ÖDP/PU) befindet sich derzeit noch in Elternzeit. Viel Zeit zum Entspannen findet sie zwischen ihren Wahlkampf-Terminen zwar nicht, aber es könne auch sehr entspannend sein, sagt sie, „einfach mal am Boden zu sitzen und mit ihr (ihrer einjährigen Tochter, Anm. d. Red.) zu spielen“. Linken-Kandidat Johannes Spielbauer versucht, sich von beleidigenden Kommentaren in den Sozialen Medien nicht einschüchtern zu lassen: „Wenn man lange genug in dem Geschäft dabei ist, dann steht man da drüber.“
Als größte Herausforderung für die Stadt Straubing in den kommenden sechs Jahren nennen die Kandidaten viermal den Haushalt beziehungsweise die Finanzlage der Stadt, einmal die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes und einmal die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Außerdem nehmen die Politiker Stellung zu den wichtigsten aktuellen Themen: den Rathaus-Wiederaufbau, den Bau des Altenheims St. Nikola, den Klimaschutz und die Aufwertung der Innenstadt beziehungsweise die Bekämpfung von Leerständen.
Die Kommunalwahl in Straubing
Bis zum 8. März werden in Straubing ein neuer Oberbürgermeister und ein neuer Stadtrat gewählt.
Wer steht zur Wahl? Hier finden Sie alle Oberbürgermeister-Kandidaten in Straubing und hier alle Kandidaten für den Stadtrat im Überblick.
Was wird wichtig? Hier haben wir Ihnen einen Überblick zu wichtigen Themen und Projekten zusammengestellt, die die Wahl besonders prägen werden.
Alles zur Wahl: Unsere Artikel zur Wahl in Straubing finden Sie auf der Überblicksseite Wahl 2026 in Straubing und für ganz Bayern auf idowa.de/wahl.












