Streik
Rund 50 Teilnehmer bei Verdi-Kundgebung vor Straubinger JVA

Verdi
Auch Beschäftigte des Staatlichen Bauamts Passau und der Autobahn GmbH beteiligten sich an dem Streik vor der JVA.

Rund 50 Beschäftigte haben sich am Aktions- und Warnstreiktag von Verdi am Donnerstag vor der Justizvollzugsanstalt versammelt, um auch abseits der großen Städte ein Zeichen an ihre Arbeitgeber in der Tarif- und Besoldungsrunde der Länder zu setzen.
Trotz Temperaturen von minus sechs Grad ließen sich die Teilnehmenden nicht davon abhalten, ihren Forderungen lautstark Nachdruck zu verleihen. Im Mittelpunkt der Kundgebung standen die Mitarbeiter der JVA Straubing, viele von ihnen verbeamtet.
Unterstützt wurden sie von Beschäftigten des Staatlichen Bauamts Landshut, dessen Zahlungsstelle dadurch schließen musste, sowie der Autobahn GmbH.
Dietmar Binder, Vertrauensleutesprecher und Personalratsvorsitzender der JVA , kritisiert die Haltung der Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde scharf: „Gedankenspiele über einen Inflationsausgleich mit Nullmonaten und das auf drei Haushaltsjahre verteilt, sind einfach nur respektlos!“ Auch die Ankündigung von Markus Söder, einen Tarifabschluss erst mit sechsmonatiger Verzögerung auf die verbeamteten Kollegen zu übertragen, stieß auf Unverständnis und Unmut.
Christoph Kittel, zuständiger Gewerkschaftssekretär von Verdi, sieht in der aktuellen Verhandlungslage und der öffentlichen Debatte, unter anderem die über angebliche Faulheit von Beschäftigten, gar eine Rückkehr zu den schlechten Erfahrungen der 2000er Jahre: „Der öffentliche Dienst wurde damals geprägt durch hartes Sparen auf Kosten der Beschäftigten, bis heute nachwirkende Einstellungsstopps und unnötige Konflikte über längere Arbeitszeiten.“
Die Verhandlungen werden am 11. Februar fortgesetzt.








