„Noch nie in Straubing“
Popstar Kamrad kommt im November zum Rivertone-Festival nach Straubing

Spaß haben, genießen, sich selbst nicht zu ernst nehmen: Das sind die Ziele von Musiker Kamrad. Im Interview spricht der 28-Jährige über Häkelfiguren, Erfahrungen in italienischen Restaurants und seine Botschaft an die Fans.
Straubinger Tagblatt: Warst du zuvor schon einmal in Niederbayern?
Kamrad: Ich bin auf jeden Fall neugierig, weil ich tatsächlich noch nie in Straubing war. Ich finde das immer total schön an dem Job, dass man Orte kennenlernt, an die man vielleicht sonst gar nicht hinkommen würde. Also ich habe noch keine Verbindung. Ich bin aber bereit, eine aufzubauen. Und das ist ja total schön, dass man das irgendwie machen kann. Dementsprechend, ich bin sehr gespannt. Ich glaube, Straubing und Niederbayern haben viel zu bieten. Vor allem kulinarisch und kulturell.
Du bist in ganz Europa unterwegs auf großen Festivals und Open-Airs. Du warst auch schon Coach bei „The Voice of Germany“. Was machen denn kleinere Festivals, wie eben Rivertone in Straubing, für dich so besonders?
Wie schon gesagt, dass man in einer neuen Region ist, dass man dadurch neue Menschen kennenlernt und bei der Show den Leuten zeigen kann, dass man für mehr als nur die Songs steht, die man aus dem Radio kennt, sondern für echte Live-Musik. Ich finde es schön, dass man bei kleineren Festivals eine andere Verbindung aufbaut, als wenn man jetzt auf einem großen Festival vor 100.000 Leuten spielt. Weil man einfach mehr Menschen direkt sieht, weil man mehr auf Menschen eingehen kann und einfach ein bisschen das Persönliche im Vordergrund steht. Ich mag die Abwechslung sowieso. Und ja, dementsprechend wird es, glaube ich, eine schöne Nummer.
Du hast sehr viele Fans. Gibt es eine Fan-Interaktion, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Es gibt immer wieder verschiedene Momente, wo man sich wirklich fragt: Ey, was geht jetzt hier gerade ab? Zum Beispiel war es wirklich so, dass wir jetzt in Italien das erste Mal beruflich, also musikalisch unterwegs waren. Wir wussten nicht, was uns erwartet. Letztlich wurde ich im Restaurant direkt von wahnsinnig vielen Leuten angesprochen und erkannt. Das war witzig und absurd, damit hatte ich nie gerechnet. Dann ist es so, dass ab und zu Menschen auf mich zukommen mit Geschenken. Es gab zum Beispiel so eine gehäkelte Figur von mir. Die sah zwar eher ein bisschen aus wie Atze Schröder, aber war trotzdem ganz witzig. Dann haben manche Fans sich Tattoos machen lassen von Songtiteln, was ich crazy finde. Ein Fan hat sich meine Handschrift tätowieren lassen. Also es gibt schon immer wieder diese schönen, absurden Momente, wo man sich denkt: Krass, ich hätte nie gedacht, dass jemand so viel mit meiner Musik und mit mir verbindet, dass sich derjenige bewusst dafür entscheidet, dass ich das ganze Leben lang irgendwie auf der Haut sein werde.
Hast du noch eine persönliche Botschaft an deine Fans?
Ich glaube, gerade in der aktuellen Zeit ist es superwichtig, einfach zu sagen: Bei meinen Shows sind alle willkommen. Egal wer. Solange wir das Miteinander schätzen und irgendwie eine gewisse Liebe ausstrahlen und eine Freude und Offenheit, ist jeder erlaubt, jeder erwünscht und jeder herzlich willkommen. Es gibt nur ein Motto und das lautet: So lange niemandem wehgetan wird, solange niemand ausgeschlossen wird, darf alles gemacht werden. Jeder darf springen, tanzen, komplett loslassen, genau die Person sein, die er oder sie sein möchte für 90 Minuten oder zwei Stunden. Das heißt, es gibt keine Limits, solange alle respektiert werden. Das finde ich total wichtig, weil man erlebt ja doch irgendwie leider sehr, sehr oft noch, dass genau dieses Gefühl von Menschen um uns herum versucht wird zu zerstören. Ich möchte sagen: Bei uns gewinnt immer die Liebe.
Tickets für das Konzert von Kamrad am Freitag, 13. November, in der Joseph-von-Fraunhoferhalle gibt es unter www.rivertone.de. Und: Dank eines neuen Kontingents sind auch wieder Sitzplätze erhältlich.









