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Landkreis-Kolumne: Ein Herz für Schildi
Unser Haus ist haustierfrei. Das hat zwei sehr gute Gründe. Erstens: Mein Mann hat eine Tierhaarallergie. Zweitens: Mein Sohn hat eine Tierhaarallergie. Ob wir uns Katze, Hund oder Hase anschaffen, stand also nie zur Debatte. Mit wem wir allerdings nicht gerechnet haben, ist ein Tier namens Schildi. Schildi ist - Sie haben es sicher erwartet - eine Schildkröte, genauer gesagt ein Schildkröten-Männchen. Das Tier gehört eigentlich unseren Nachbarn. Und als sie
Ein Herz für Schildi
uns vor ein paar Wochen fragten, ob wir nicht auf Schildi aufpassen könnten, wenn sie im Urlaub sind, sagten die beiden Tierhaarallergiker in der Familie sofort Ja. Endlich mal ein Haustier! Seitdem pflücken wir täglich Löwenzahn, lassen die Schildkröte unseren Garten entdecken, bauen ihr mit Lego Duplo eine Kletterwelt auf der Terrasse und lassen sie abends unter einer warmen Lampe entspannen. Ihr geht es gut bei uns, denke ich. Für haarlose Tiere sind wir die perfekten Aufpasser. Was wir nicht wussten: Schildkröten sind gar nicht so langsam, wie wir dachten. Kurz aus den Augen lassen, wenn das Tier im Garten ist? Keine gute Idee - davon würde ich auf jeden Fall abraten.
Bei Geiselhöring entdeckte eine Frau vor einiger Zeit eine Schildkröte mitten auf der Straße. Sie war von daheim ausgebüxt, landete schließlich bei der Polizei und am Ende zum Glück wieder bei ihrer Besitzerin.
Hoffen wir mal, dass Schildi so etwas nicht einfällt, solange sie noch bei uns ist. Oder wie würden Sie Ihrem Nachbarn erklären, dass Sie seine Schildkröte verloren haben?










