Den Menschen gedient
Dreimal Kommunale Verdienstmedaille für Straubing-Bogen

Drei Politiker aus dem Landkreis sind am Mittwoch mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet worden: Erwin Kammermeier (CSU), Kreisrat und ehemaliger Zweiter Bürgermeister der Stadt Geiselhöring, Heinz Uekermann (SPD), ehemaliger Zweiter Bürgermeister des Marktes Mitterfels und ehemaliger Kreisrat sowie Barbara Unger (CSU), Kreisrätin und ehemalige Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Feldkirchen und Stellvertreterin des Landrats.
Innenminister Joachim Herrmann hat die Medaille im Bayerischen Finanz- und Heimatministerium in Nürnberg an insgesamt 25 Persönlichkeiten aus Niederbayern, der Oberpfalz, Mittelfranken und Oberfranken ausgehändigt und jeden von ihnen einzeln gewürdigt. So habe Erwin Kammermeier das kommunale Leben in Geiselhöring und im Landkreis mehr als vier Jahrzehnte lang in besonderer Weise mitgeprägt. Im Alter von nur 24 Jahren wurde er 1984 erstmalig in den Kreistag Straubing-Bogen gewählt und gehört diesem Gremium seitdem ununterbrochen an. „Eine außergewöhnliche Kontinuität, die Ausdruck seiner tiefen Verwurzelung im kommunalen Gemeinwesen ist.“

Bayerisches Innenministerium / Giulia Iannicelli
Innenminister Joachim Herrmann mit Erwin Kammermeier
Sport als besonderer Schwerpunkt
Ein besonderer Schwerpunkt seines langjährigen Wirkens liegt im Bereich des Sports. Bereits von 1990 bis 2002 und erneut seit 2015 ist Kammermeier als Sportbeauftragter des Landkreises tätig. Leidenschaftlich setze er sich für den Breitensport, die Weiterentwicklung der Vereinsstrukturen und die Anerkennung sportlicher Leistungen ein. Auch in seiner Heimatstadt Geiselhöring habe Kammermeier über Jahrzehnte hinweg wichtige Entwicklungen begleitet und mitgestaltet. Als Landwirt und Landschaftspfleger habe er wertvolles Fachwissen in kommunale Entscheidungsprozesse einbringen können.
28 Jahre lang Fraktionsvorsitzender
Heinz Uekermann stehe wie kaum ein anderer für jahrzehntelanges, verlässliches und verantwortungsbewusstes Engagement in der kommunalen Selbstverwaltung. Seit 1984 gehörte er dem Kreistag an und hat dessen Entwicklung über mehr als vier Jahrzehnte hinweg mitgestaltet. Früh übernahm er Verantwortung in zahlreichen Gremien. 28 Jahre lang war er Fraktionsvorsitzender. Ob Krankenhäuser, Jugendhilfe, Bau, Umwelt, Soziales oder Nahverkehr - stets seien Fragen der Daseinsvorsorge und einer guten Entwicklung des Landkreises im Mittelpunkt seines Wirkens gestanden. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises sei ihm ebenfalls am Herzen gelegen. Ebenso wichtig waren ihm Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
Von 1990 bis 2023 war Heinz Uekermann Mitglied des Marktgemeinderats Mitterfels, davon 24 Jahre lang Zweiter Bürgermeister. „Er war über Jahrzehnte eine prominente Stimme und hat sich mit großer Sachkenntnis, Beharrlichkeit und einem ausgeprägten Gespür für die Anliegen der Menschen für seine Heimat eingesetzt“, würdigte der Innenminister. Ob bei der Weiterentwicklung des Freibads, in der Seniorenarbeit oder bei Fragen der Inklusion und Integration - stets war er ansprechbar, engagiert und bereit, Verantwortung zu übernehmen.
Barbara Ungers Eintritt in den Gemeinderat Feldkirchen 1990 markiere den Beginn einer „beeindruckenden kommunalpolitischen Laufbahn, die durch Kontinuität, fachliche Kompetenz und Tatkraft gekennzeichnet ist“. Zur Ersten Bürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde wurde sie 2008 gewählt und war damit die erste Frau, die dieses Amt im Landkreis innehatte. In dieser Funktion habe sie mit einer Vielzahl wegweisender Projekte die Lebensqualität und die Entwicklung der Gemeinde vorangetrieben und verbessert.
Die Infrastruktur im Ort stetig verbessert
So wurden zahlreiche Bau- und Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt: der Ausbau der Abwasseranlagen, die vollständige Glasfaserversorgung, die Sanierung und Erweiterung des Rathauses sowie der Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses stehen beispielhaft für ihren Anspruch, die Gemeinde zukunftsfähig aufzustellen. Auch die Neugestaltung der Ortsmitte und die Entwicklung eines Nahwärmenetzes setzten wichtige Impulse. Daneben lagen Barbara Unger auch besonders die Förderung von Kindern und Familien, Bildung und Integration am Herzen.
Ihre kommunalpolitische Erfahrung habe Barbara Unger auch früh auf Landkreisebene eingebracht. Seit 2002 gehört sie dem Kreistag an. Seit 2014 nimmt sie zudem als stellvertretende Landrätin besondere Verantwortung wahr.
Unger, Kammermeier und Uekermann hätten sich um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht.










