Kreis Kelheim
Autofahrer beschwert sich per Notruf– und ist wohl selbst betrunken

Patrick Seeger/dpa
Gegen den 38-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr und wegen Nötigung im Straßenverkehr eingeleitet.
Das Fahrverhalten eines anderen Verkehrsteilnehmers hat einen 38-Jährigen in der Nacht zum Sonntag im Kreis Kelheim derart verärgert, dass er sich per Notruf bei der Polizei beschwert hat. Letztlich stellte sich allerdings heraus, dass wohl er selbst eine potenzielle Gefahr darstellte.
Wie die Polizei berichtet, tat der Mann gegen 0.30 Uhr telefonisch seinen Unmut über einen Autofahrer kund, der zwischen Hausen und Herrnwahlthann vor ihm unterwegs gewesen sei – der Fahrer habe ihn mehrfach ausgebremst.
Der Schuss ging allerdings nach hinten los: Dem Beamten am Telefon fiel dem Polizeibericht zufolge schnell auf, dass der Mann sich nicht klar artikulieren konnte – vermutlich, weil er Alkohol getrunken hatte. Als eine Streife den 38-Jährigen schließlich an dessen Hausanschrift aufsuchte, erhärtete sich der Verdacht: Der Mann habe nach Alkohol gerochen, einen Atemalkoholtest habe er verweigert. Schließlich sei eine Blutentnahme durchgeführt worden, dessen Ergebnis noch aussteht.
Weniger kompliziert stellte sich die Lage bei dem 35-Jährigen heraus, über den sich der Mann beschwert hatte. Ein Alkoholtest habe 0,0 Promille ergeben, zudem habe er seinerseits Vorwürfe wegen der irrationalen Fahrweise des 38-Jährigen erhoben.
Gegen den 38-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr und wegen Nötigung im Straßenverkehr eingeleitet. Aufgrund der gegen ihn erhobenen Vorwürfe wurde auch gegen den 35-Jährigen ein Strafverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr eingeleitet.











