Hoffnungsvolle Töne

Ergoldsbacher Kirchenchor brilliert bei Konzert

Anna Doering leitet den Kirchenchor Ergoldsbach seit zwei Jahren - sie hat einen Neustart mit den Sängern gewagt. Mit viel Erfolg wie ein Konzert zeigt. Doch nun wird wieder ein neuer Leiter gesucht.

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Beim Konzert am Sonntag stand der Kirchenchor im Mittelpunkt.

Beim Konzert am Sonntag stand der Kirchenchor im Mittelpunkt.

Mehr Gefühl, mehr Emotionen und mehr Klang konnte die Pfarrkirche kaum fassen: Mit einem eindrucksvollen Finale ist die neue Konzertreihe „Abendmusiken am Goldbach“ in der Pfarrkirche St. Peter und Paul zu Ende gegangen. Unsere Mediengruppe hat nicht nur das Konzert besucht, sondern auch eine Probe, und die Chorleiterin Anna Doering befragt, wie sie mit dem Chor seit 2024 wieder neu startete. Doch nun macht sie es nur noch übergangsweise. Ein neuer Leiter ist wieder gesucht.

Die Sänger stehen verteilt in der Kirche, vorne, vor dem Altar sitzen die Streicher. Anna Doering steht in der Mitte. Sie richtet ihren Blick immer wieder auf die einzelnen Stimmen. Jeder der Streicher spielt eine Stimme mit. Sopran I und II, Alt und die Männerstimmen. „Evening Rise“ heißt das Stück. Anna Doering hat sich überlegt, die Stimmen im Kirchenraum zu verteilen. Glockenhell klingen die beiden Sopranstimmen von der Seite herüber, bis nach und nach immer mehr Stimmen einsteigen und die Männer dazukommen.

Neustart für den Chor vor zwei Jahren

Vor zwei Jahren, im Frühjahr 2024, startete Doering mit dem Kirchenchor neu. Zuvor war der Chor eine Zeit lang nicht aktiv. Dass die Stelle der Chorleitung vakant war, war sozusagen ein Glücksfall für Anna Doering. Zusammen mit ihrem Mann Vinzenz war sie nach Ergoldsbach gezogen. Er ist Kirchenmusiker, arbeitete in München. Sie hat Lehramt für Musik am Gymnasium studiert und war in Regensburg im Einsatz. Nach dem Abitur war Anna Doering zunächst an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg und studierte im Anschluss in Regensburg Chorleitung und Dirigieren sowie eben Lehramt für Musik. Schon in der Kindheit war sie begeisterte Chorsängerin und im Laufe des Studiums rückte die chorische Leitung immer mehr in den Fokus und wurde ihr Schwerpunkt.

Das zeigt sie auch bei der Generalprobe in der Kirche. „Die Augen viel mehr zu mir“, gibt sie ihren Schützlingen mit, die darum bitten, dass die Chorleiterin besonders am Anfang der Stücke stärker, also mit deutlichen Bewegungen dirigiert. Das helfe alles nichts ohne Blickkontakt, erklärt sie noch einmal im ruhigen Ton. Bei der Probe geht sie immer wieder unsichere Stellen durch, übt noch einmal Einsätze mit den Sängern. An die 20 sind es.

Reges Interesse gab es schon bei der ersten Schnupperprobe nach dem Neustart. „Bei den Frauenstimmen hatten viele schon jahrelange Chorerfahrung. Bei den Männern waren noch komplett Unerfahrene dabei“, blickt Doering zurück. Gar nicht so einfach für die Auswahl der Stücke. Pfarrer Stefan Anzinger habe ihr immer freie Hand gelassen. Natürlich wurden für die musikalische Begleitung immer auch Stücke gewählt, die zur Liturgie im Jahreskreis passten. Beim Konzert selbst wollte sie nun ein wenig mehr Gas geben.

Konzertreihe rückte den Chor in den Mittelpunkt

Die Konzertreihe war eine Idee von Vinzenz Doering. Das Konzert des Chores war nun das vierte und letzte. Bei jedem waren die Doerings und auch Musiker aus deren Bekanntenkreis im Einsatz. Die Reihe kam, für die Größe des Ortes, gut an, findet Anna Doering. An jedem Abend waren es um die 70 Besucher. Am Sonntag dann nun 150.

Stück für Stück geht Anna Doering mit Musikern und Chorstimmen bei der Probe das Programm durch. Sie gibt Tipps. „Dolce“ - „lieblich“ - steht an der Stelle, gibt sie den Männern noch einmal einen Hinweis. „Weiche Klänge“ will sie haben, und die Atmosphäre, die der Chor mit den Liedern erzeugen sollte, lag ihr besonders am Herzen.

Anna Doering leitete den Chor nun zwei Jahre. Doch nun sind sie und ihr Mann wieder umgezogen. Aktuell leitet sie den Chor noch übergangsweise.
Anna Doering leitete den Chor nun zwei Jahre. Doch nun sind sie und ihr Mann wieder umgezogen. Aktuell leitet sie den Chor noch übergangsweise.
Anna Doering leitete den Chor nun zwei Jahre. Doch nun sind sie und ihr Mann wieder umgezogen. Aktuell leitet sie den Chor noch übergangsweise.
Musiker und Sänger bei der Generalprobe.
Musiker und Sänger bei der Generalprobe.
Musiker und Sänger bei der Generalprobe.
Bei der Generalprobe fürs Konzert geht Anna Doering die Stücke Takt für Takt noch einmal durch.
Bei der Generalprobe fürs Konzert geht Anna Doering die Stücke Takt für Takt noch einmal durch.
Bei der Generalprobe fürs Konzert geht Anna Doering die Stücke Takt für Takt noch einmal durch.
Bei der Generalprobe fürs Konzert geht Anna Doering die Stücke Takt für Takt noch einmal durch.
Bei der Generalprobe fürs Konzert geht Anna Doering die Stücke Takt für Takt noch einmal durch.
Bei der Generalprobe fürs Konzert geht Anna Doering die Stücke Takt für Takt noch einmal durch.
Bei der Generalprobe fürs Konzert geht Anna Doering die Stücke Takt für Takt noch einmal durch.
Bei der Generalprobe fürs Konzert geht Anna Doering die Stücke Takt für Takt noch einmal durch.
Bei der Generalprobe fürs Konzert geht Anna Doering die Stücke Takt für Takt noch einmal durch.
Bei der Generalprobe fürs Konzert geht Anna Doering die Stücke Takt für Takt noch einmal durch.
Bei der Generalprobe fürs Konzert geht Anna Doering die Stücke Takt für Takt noch einmal durch.
Bei der Generalprobe fürs Konzert geht Anna Doering die Stücke Takt für Takt noch einmal durch.

Dann kam der große Abend: Für den gemischten Chor war es das erste Konzert in dieser Form - entsprechend groß war die Spannung, die sich jedoch rasch in musikalische Sicherheit und spürbare Freude am gemeinsamen Musizieren verwandelte. Die Sänger überzeugten mit stimmlicher Präzision, getragen von den warmen Linien des Streicherensembles. Das abwechslungsreiche Repertoire spiegelte die große Bandbreite des Chores ebenso wider, wie die individuellen Stärken seiner Mitglieder.

Bereits in ihrer Begrüßung machte die Chorleiterin klar, welches Leitmotiv den Abend prägen sollte: Musik als Klang der Hoffnung. Viele der ausgewählten Werke griffen Themen wie Frieden, Licht, Gemeinschaft und Glauben auf. Mit dem Eröffnungsstück „Ecce Novum“ von Ola Gjeilo wurde dieser Gedanke hörbar. Der lateinische Titel - „Siehe, etwas Neues“ - erzählt von Hoffnung, Staunen und Aufbruch. Zu hören waren unter anderem Wolfgang Amadeus Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“, das Sanctus aus Gjeilos Sunrise Mass sowie südafrikanische und geistliche Chorliteratur wie „Siyahamb’“ und „Tebe Poem“.

Kirchenmusikreferent Vinzenz Doering spielte an der Orgel, bevor Werke von John Rutter mit „The Lord bless you and keep you“ und „Christ the Lord is risen today“ weitere musikalische Glanzpunkte setzten. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus bis zur Zugabe. Chorleiterin Anna Doering richtete ihren Dank an alle Mitwirkenden, an Gastgeber Stefan Anzinger, an ihren Mann Vinzenz sowie an die Besucher - sichtlich gerührt und stolz auf die Leistung ihres Chores.

Nun wird wieder eine neue Chorleitung gesucht

Mit diesem gelungenen Abschluss setzte die neue Reihe „Abendmusiken am Goldbach“ ein kraftvolles musikalisches Zeichen. Schön wäre es, wenn sich solche Formate auch weiter etablieren würden, das hoffen die Doerings zumindest. Denn so schön die Zeit für sie in Ergoldsbach war - es steht fest, dass diese enden wird, wie Anna Doering unserer Mediengruppe berichtet. Sie sind aus beruflichen Gründen bereits weitergezogen. Es hat sie nach Österreich verschlagen. Aktuell leitet Anna Doering den Chor noch übergangsweise - voraussichtlich bis Juli. Sie sucht bereits nach einem Nachfolger, denn, wie das Konzert zeigte, die erfolgreiche Arbeit soll auch weitergeführt werden.

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