Mit „Sprengvorrichtung“
Polizeibekannter Italiener klaut bewaffnet in Landshuter Supermarkt

Soeren Stache/dpa
Aus einer Silvesterrakete und einer Gaskartusche hatte der 41-Jährige laut Polizei eine "Sprengvorrichtung" gebaut. (Symbolbild)
Das Gegenteil des sprichwörtlichen unbeschriebenen Blatts haben Landshuter Polizeibeamte am Samstagmittag festgenommen. Laut Polizeibericht ist gegen 12.10 Uhr ein 41-jähriger Italiener ohne festen Wohnsitz aus einem Lebensmittelmarkt an der Stethaimerstraße geflüchtet, nachdem er dort Waren im Wert von über 30 Euro gestohlen hatte.
Nach einer kurzen Fahndung trafen die Beamten auf den 41-Jährigen und nahmen ihn fest. Bei einer Durchsuchung zeigte sich, dass der Italiener bewaffnet war. Im Polizeibericht ist von einer selbst gebauten Sprengvorrichtung die Rede: Wie ein Sprecher der Polizei erklärt, habe der 41-Jährige eine Art Bombe aus einer Silvesterrakete und einer Gaskartusche bei sich gehabt. Außerdem stießen die Beamten auf eine Axt, zwei Schweizer Taschenmesser, von denen er eines am Gürtel trug, ein weiteres Messer, sowie eine Dose Pfefferspray.
Bei seiner Flucht habe sich der 41-Jährige gegen zwei Angestellte des Marktes mit körperlicher Gewalt durchgesetzt, so die Polizei weiter. Was er mit den Waffen vorhatte, ist dagegen nicht bekannt.
Der italienische Staatsbürger lebt ohne festen Wohnsitz, teilt die Polizei auf Nachfrage mit. Weil er betrunken war, wurde durch die Staatsanwaltschaft Landshut eine Blutentnahme angeordnet. Eine Abfrage zeigte, dass der 41-Jährige schon mehrfach aktenkundig wurde. „Es ist definitiv kein Unbekannter“, so der Polizeisprecher. „Querbeet“ habe der Wohnsitzlose zahllose Delikte auf dem Kerbholz.
Er kam zunächst in Haft und wird dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen räuberischen Diebstahls. Zu einem möglichen Strafmaß kann sie auch wegen möglicher Vorstrafen und eventuell anhängiger Delikte keine Auskunft geben.











