Viele Einsatzkräfte
Erstes Fazit nach Großübung in Landshut fällt positiv aus

Stadt Landshut
Rund 350 größtenteils ehrenamtliche Einsatzkräfte und Freiwillige waren an der Katastrophenschutzübung beteiligt.

Wie die Stadt in ihrer Meldung mitteilt, war das Szenario, mit dem die Landshuter Hilfs- und Blaulichtorganisationen sowie Kliniken am Samstagmorgen konfrontiert waren: Ein mit Heizöl beladener Tankzug, der aufgrund eines medizinischen Notfalls in einen Bus bei der Eishalle rast, zahlreiche Verletzte und austretendes Öl, das in die Isar fließt.
Entworfen wurde die Übung, an der rund 350 größtenteils ehrenamtliche Einsatzkräfte und Freiwillige teilnahmen, von Thomas Schindler und seinem Team sowie Stadtbrandrat Sebastian Öllerer: „Um im Ernstfall gerüstet zu sein und schnell zu reagieren“, wie Katastrophenschutzleiter Schindler betonte. Für eine möglichst realitätsnahe Simulation sorgten über 50 Laiendarsteller, die entsprechend geschminkt wurden, sowie ein (umweltverträgliches) Farbpulver, das die Isar zeitweise grün färbte.
Im Übungsszenario schob der verunglückte Heizöltanker den Bus gegen den Seiteneingang der Eishalle – die Folge: Rauchentwicklung im Bus und im Stadion. Die Besucher eines fiktiven Eishockeyspiels mussten schnellstmöglich evakuiert werden. Der Zeitfaktor, das Schadensszenario vor Ort wie auch der Massenanfall an Verletzten waren Herausforderungen, die eine koordinierte Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte, die Hand in Hand geht, umso mehr unter Beweis stellten.
Mit einem Großaufgebot an Einsatzfahrzeugen, die durch die Integrierte Leitstelle Landshut nach und nach auf Weisung der Einsatzleitung abgerufen wurden, wurden die „Opfer“ in die naheliegenden Landshuter Kliniken Mitte und Achdorf gebracht. Trotz Voll-Auslastung der beiden Notaufnahmen konnten alle Patienten dort schnell versorgt werden. Um den Öl-Austritt in die Isar kümmerten sich die Einsatzkräfte mit einer Drohne sowie mit Booten und Ölsperren. Die Großübung dauerte rund drei Stunden und endete Samstagmittag.
Thomas Schindler und der örtliche Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Martin Dax, zogen im Anschluss ein erstes positives Fazit: „Das vorgefundene Szenario hat unter stressigen Umständen zwischen allen Sicherheitsbehörden, Hilfs- und Blaulichtorganisationen, der Führungsgruppe Katastrophenschutz sowie den Kliniken eine intensive Zusammenarbeit erfordert. Aus der Übung können alle Beteiligten wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen für künftig hoffentlich nie eintreffende Großschadenslagen ziehen, die im Ernstfall Leben retten.“
Einen großen Dank richteten die Verantwortlichen sowie Oberbürgermeister Alexander Putz, der selbst vor Ort war, an alle Mitwirkenden, insbesondere die freiwilligen Laiendarsteller, und die Bevölkerung für ihr Verständnis für die mit der Übung einhergegangenen Verkehrsbeeinträchtigungen.

















