Hochrisiko-Match
Darum gab es am Sonntag in Landshut ein massives Polizei-Aufgebot
Ein ungewohntes Bild bot sich am Sonntagnachmittag Passanten in der Landshuter Innenstadt: Ein massives Polizeiaufgebot sicherte die Altstadt. Beamte der Bereitschaftspolizei in Schutzausrüstung mit Helm und Schlagstock hatten sich nicht nur in der unteren Altstadt, sondern auch in der Theaterstraße postiert. Der Grund: kein Terroralarm, sondern ein Sportereignis - das Match des EV Landshut gegen die Ravensburg Towerstars. Für die Polizei handelt es sich um ein sogenanntes Hochrisikospiel.
Anpfiff ist um 17 Uhr im Eisstadion. Stunden zuvor hatten sich die Einsatzkräfte bereits positioniert, um mögliche Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Fangruppen zu verhindern. Unterstützt wurden sie dabei von Kollegen mit Videoausrüstung. Außerdem war im Bereich der Grieserwiese nach Informationen unserer Mediengruppe eine Polizeidrohne im Einsatz, um die Bewegungen der Fangruppen zu überwachen.
Die Vorsicht ist nachvollziehbar: Vor fast genau einem Jahr kam es beim Derby gegen Rosenheim in Landshut zu massiven Ausschreitungen am Rande des Spiels. Vier Beamte wurden verletzt, als Fans aneinandergerieten. Dabei landete die Bodycam eines Polizisten in der Isar. Die Polizei ermittelte damals gegen 30 Personen aus der Fanszene. Am Sonntag waren laut Polizei nicht nur Landshuter Kräfte im Einsatz, sondern auch „szenekundige“ Kollegen aus Ravensburg. Bei Spielen wie diesem sei das üblich.














