„Marshal Power“
Was bei der Bundeswehr-Großübung im Landkreis Landshut geplant ist
In den kommenden Tagen führt die Bundeswehr ihre Großübung „Marshal Power“ auch im Landkreis Landshut durch. Wie eine Sprecherin der Bundeswehr auf Anfrage unserer Mediengruppe mitteilte, sollen die geplanten Übungen im Landkreis Landshut trotz des Vorfalls in Erding stattfinden. Dort kam es der Bundeswehr zufolge zu einer „Fehlinterpretation“, ein Polizist hatte auf einen Bundeswehr-Soldaten geschossen.
Laut Bundeswehr werden nun einige der sogenannten „Lagen“ gekürzt und inhaltlich verkleinert. Die genauen Orte und die Zeiten für die Übungen im Raum Landshut will die Bundeswehr auf Nachfrage nicht angeben, „um den Übungsablauf nicht zu gefährden“. Dennoch gab es auf Nachfrage etwas spezifischere Informationen als zuvor:
Im Zeitraum von Freitag, 24. Oktober bis Samstag, 25. Oktober, kann es in Ergoldsbach in den Abendstunden bis in die frühen Morgenstunden innerorts zu einem erhöhten Aufkommen von bewaffneten Soldaten sowie kurzzeitig zum Einsatz von Waffen mit Platzmunition kommen.
Am Samstag, 25. Oktober wird ganztags in Ruhmannsdorf (Gemeinde Niederaichbach) geübt. Dort kann es außerhalb der Ortschaft zu einem erhöhten Aufkommen von bewaffneten Soldaten sowie kurzzeitig zum Einsatz von Waffen mit Platzmunition kommen.
Übung mit geschminkten Darstellern bei Altfraunhofen
Am Samstag, 25. Oktober, soll es in Altfraunhofen in den Abendstunden ein erhöhtes Aufkommen von bewaffneten Soldaten und zivilen Rettungsorganisationen geben. Außerdem sollen dort Darsteller vor Ort sein, die mittels spezieller Schminke diverse Verletzungsmuster aufweisen. Die Bundeswehr will dort die Zusammenarbeit mit zivilen Hilfsorganisationen üben. Die Gemeinde Altfraunhofen weist außerdem darauf hin, dass es in folgenden Zeiträumen Straßensperrung geben soll: Am Samstag von 7 bis 11 Uhr und von 16 bis 24 Uhr und am Sonntag von 18 bis 21 Uhr. Der Plan der Straßensperrung und die Umleitungen sind auf der Internetseite der Gemeinde zu finden. Laut Gemeinde findet die Übung bei Gallusberg statt, in der Pressemitteilung heißt es zudem: „Bei Interesse sind Zuschauer gerne gesehen.“
Im Zeitraum von Sonntag, 26. Oktober, bis Montag, 27. Oktober, kann es in Wörth zu einem erhöhten Aufkommen von bewaffneten Soldaten sowie kurzzeitig zum Einsatz von Waffen mit Platzmunition kommen.
Der Abschluss der Großübung soll am Dienstag, 28. Oktober, am Kernkraftwerk Isar II zwischen 10 und 15 Uhr stattfinden. Auch dort kann es zum Gebrauch von Waffen mit Platzpatronen kommen. Es erfolgt keine scharfe Schussabgabe, heißt es von der Bundeswehr.
Info
Für Anfragen von Bürgern hat die Bundeswehr ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist laut Bundeswehr während der Übung jederzeit unter der Nummer 0151/22589812 zu erreichen.











