Wirtschaft im Fokus
Mittelstandsunion in Wallersdorf im Gespräch mit Manfred Weber

Peter Erl
Über die wirtschaftliche Lage des Mittelstands und die politische Zukunft der CSU haben Vertreter der Mittelstandsunion (MU) Niederbayern mit dem Vorsitzenden der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Manfred Weber, diskutiert.

Über die wirtschaftliche Lage des Mittelstands und die politische Zukunft der CSU haben Vertreter der Mittelstandsunion (MU) Niederbayern mit dem Vorsitzenden der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Manfred Weber, diskutiert, wie die MU mitteilt. Das Treffen in Wallersdorf hat MU-Bezirksvorsitzender Peter Erl organisiert. Nach Angaben der Teilnehmer bereiten vielen kleinen und mittelständischen Betrieben steigende Kosten, Bürokratie und hohe Lohnnebenkosten zunehmend Schwierigkeiten. Mehrere Unternehmer berichteten, dass Betriebe ihre Tätigkeit einstellten, obwohl keine Insolvenz vorliege. Unternehmenswachstum werde häufig vermieden, weil das wirtschaftliche Risiko steige.
Auch die Wahlergebnisse der CSU waren Thema der Diskussion. Weber bezeichnete die Landtagswahl 2028 als richtungsweisend. Nach Auffassung der Teilnehmer müsse die Partei wieder stärker Zukunftsperspektiven aufzeigen und Probleme vor Ort lösen. Als Vorbilder wurden frühere Ministerpräsident Edmund Stoiber und der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel genannt, die langfristige politische Ziele verfolgt hätten. Kritisch äußerten sich die Teilnehmer zudem zu Bürokratie, Steuer- und Energiekosten sowie zur Krankenhausreform.
Die Mittelstandsunion fordere unter anderem eine Senkung der Stromsteuer für alle, weniger Bürokratie und bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen. Weber sprach sich für freien Welthandel, einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort Europa und eine stärkere europäische Zusammenarbeit aus. Innovationen wie autonomes Fahren oder der digitale Euro böten Chancen für die bayerische Wirtschaft. Zum Abschluss betonte Weber, wie wichtig ihm seine niederbayerischen Wurzeln seien. Gemeinsam mit der Mittelstandsunion wolle er sich weiterhin für die Zukunft Bayerns einsetzen.








