Herzensprojekt

Helfer schenken Simbacher Kind mit 9.542 Lego-Steinen ein Stück Freiheit

Wenn kleine Dinge Großes bewirken: Ein Team aus Familie und Freunden baute zusammen mit Spezialisten der Simbacher Firma „Rebricker“ eine ganz besondere Rollstuhlrampe für Greta Denk.

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Gemeinsam für Greta: Mit vereinten Kräften ging der Wunsch von Carola Denk und ihrer Tochter Greta in Erfüllung. Eine einzigartige Rollstuhlrampe aus bunten Klemmbausteinen bauten Manuela Seisenberger (v.l.), Lisa Beer, Herbert Denk, Max Großberger und Max Leonhart von der Firma „Rebricker“.

Gemeinsam für Greta: Mit vereinten Kräften ging der Wunsch von Carola Denk und ihrer Tochter Greta in Erfüllung. Eine einzigartige Rollstuhlrampe aus bunten Klemmbausteinen bauten Manuela Seisenberger (v.l.), Lisa Beer, Herbert Denk, Max Großberger und Max Leonhart von der Firma „Rebricker“.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion Landau
In kleinen Schritten zum großen Ziel: Gretas Nachbarin Manuela Seisenberger und Aktions-Organisator Max Großberger freuen sich über das Stück-für-Stück-Wachstum der Tragkonstruktion.

In kleinen Schritten zum großen Ziel: Gretas Nachbarin Manuela Seisenberger und Aktions-Organisator Max Großberger freuen sich über das Stück-für-Stück-Wachstum der Tragkonstruktion.

Ein ungewöhnliches Beispiel für Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt hat in Simbach einem Mädchen neue Möglichkeiten eröffnet. Familie, Freunde und die ortsansässige Firma „Rebricker“ haben für Greta Denk ein Herzensprojekt verwirklicht - eine Rollstuhlrampe aus Lego-Steinen.

Vor dem Haus der Familie Denk ist seit Kurzem eine außergewöhnliche Rollstuhlrampe ein Blickfang. Auf leuchtend grünem Untergrund erstrahlt eine große rote Blume mit gelber Mitte. Hinter dem farbenfrohen Bauwerk steckt weit mehr als eine kreative Idee: Es ist die Geschichte eines Herzenswunsches, der durch Freundschaft und gemeinschaftliches Engagement Wirklichkeit wurde.

Gretas Mutter, Carola Denk, hatte den Wunsch, ihrer Tochter den Zugang zum Elternhaus mit einer besonderen Rampe zu erleichtern. Da die ursprünglich angedachte Umsetzung mit einer langen Wartezeit verbunden gewesen wäre, entstand die Idee, das Vorhaben selbst in die Hand zu nehmen - und das buchstäblich. Mit Unterstützung von Max Großberger, einem Freund der Familie, fanden sich schnell Menschen zusammen, die bereit waren, das Projekt zu verwirklichen. Großberger übernahm Organisation und Koordination, die Lego-Profis von „Rebricker“ kümmerten sich ums Material. Das Start-up von Max Leonhart und Kamill Skupien hat das Sortieren, Säubern und Recyceln gebrauchter Lego-Steine zum Geschäftsmodell gemacht. Für Max Leonhart war es daher Ehrensache, den Bauplan für die 9.542 benötigten Klemmbausteine zu erstellen und die benötigten Steine zu liefern.

Beweisfoto: Insgesamt 40 Tuben mit rund zwei Kilo Kleber sorgen für Stabilität der Rampe.

Beweisfoto: Insgesamt 40 Tuben mit rund zwei Kilo Kleber sorgen für Stabilität der Rampe.

Knapp 100 Stunden Arbeit und zwei Kilo Klebstoff

Damit alleine war die Rampe aber noch nicht gebaut. Knapp 14 Tage lang haben Familie und Freunde fleißig gebaut. Knapp 100 Stunden verbrachten die ehrenamtlichen Helfer damit, die kleinen Quader aus ABS-Kunststoff sorgfältig zusammenzusetzen und zusammenzukleben. Insgesamt 40 Tuben Kleber mit einem Gesamtinhalt von 1,68 Kilogramm wurden verarbeitet.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Es entstand nicht nur eine außergewöhnliche Rampe, sondern ein farbenfrohes Gemeinschaftswerk, in dem nicht nur viel Arbeit und Geduld sondern auch ganz viel Herzblut steckt.

Am Ende stand ein großer Dank der Familie an all jenen, die ihre Freizeit geopfert und buchstäblich Stein für Stein daran mitgewirkt haben, Gretas Rampe Wirklichkeit werden zu lassen. „Jeder hat auf seine Weise dazu beigetragen, dass aus einer zunächst einfachen Idee etwas ganz Besonderes entstehen konnte,“ freute sich Koordinator Großberger.

Für Greta und ihre Eltern Carola und Herbert Denk bedeutet die fertige Rampe eine wertvolle Erleichterung im Alltag. Doch darüber hinaus steht sie für etwas, das sich weder in Arbeitsstunden noch in verbauten Steinen messen lässt: echte Hilfsbereitschaft und gelebten Zusammenhalt.

Wo zuvor eine Stufe ein Hindernis darstellte, erinnert nun eine große, leuchtend rote Blume daran, was Menschen gemeinsam erreichen können. „Und vielleicht liegt genau darin die schönste Botschaft dieser Geschichte,“ sagt Max Großberger. „Es braucht nicht immer große Gesten, um etwas Großes zu bewirken. Manchmal braucht es einfach Menschen, die füreinander da sind, gemeinsam anpacken und mit vielen kleinen Steinen ein Stück mehr Freiheit schaffen.“

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