Regionaler Zusammenhalt

Gesundheitsforum beleuchtet Herausforderungen in Dingolfing-Landau

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Das Gesundheitsforum traf sich.

Das Gesundheitsforum traf sich.

Redaktion
Von Redaktion Landau

Wie kann die Gesundheitsversorgung im Landkreis angesichts vielfältiger Veränderungen langfristig gesichert und weiterentwickelt werden? Mit dieser Frage hat sich laut Landratsamt das vierte Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus beschäftigt. Landrat Werner Bumeder empfing dazu kürzlich die Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheits- und Pflegewesens im Sitzungssaal des Landratsamtes.

Zu Beginn wurden die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen beleuchtet. Die Gesundheitsregionenplus gelten bayernweit als Erfolgsmodell und sollen künftig dauerhaft im öffentlichen Gesundheitsdienst verankert werden. Gleichzeitig steht das Gesundheitswesen vor großen Veränderungen. Die anstehenden Auswirkungen der Gesundheitsreform werden zahlreiche Bereiche und Berufsgruppen betreffen. Auch in der Pflege stehen mit dem Pflegeneuordnungsgesetz sowie Änderungen bei den Pflegeausbildungen wichtige Neuerungen bevor. So soll aus der bisherigen einjährigen Pflegefachhilfe eine 1,5-jährige Pflegeassistenz werden. Vor diesem Hintergrund wurde die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit hervorgehoben. Während manche Herausforderungen auf Bundes- oder Landesebene gelöst werden müssen, können andere Entwicklungen vor Ort aufgegriffen werden. Die Gesundheitsregionplus bietet eine Plattform. Die Mitarbeit der Netzwerkpartner sei entscheidend, um auf Veränderungen zu reagieren, und die Gesundheitsversorgung weiterzuentwickeln.

Verena Eberl von der Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus stellte aktuelle Aktivitäten und Projekte vor. Im Bereich der Gesundheitsversorgung wird das erfolgreiche Format „Abitur trifft Medizin“ fortgeführt. Ergänzend zur AED-Übersicht im Landkreis gab es einen Reanimationstag für Bürger, um Wissen über lebensrettende Maßnahmen zu vermitteln.

Schülertag der Pflege

Auch die Nachwuchsförderung in der Pflege bleibt ein Schwerpunkt. Beim „Schülertag der Pflege“ konnte die Zahl der erreichten Schüler gegenüber dem Vorjahr verdoppelt werden. Ergänzend steht ein gedruckter Pflegeratgeber für Betroffene und Angehörige zur Verfügung, der bei Bedarf in der Geschäftsstelle erhältlich ist. In der Gesundheitsförderung und Prävention gehören ein Ernährungsnewsletter und die Verteilung von UV-Index-Tafeln zu den laufenden Angeboten. Im Rahmen des Masterplans Prävention fanden zudem der erste Präventionstag mit Informationen zu Vorsorge und Früherkennung sowie eine Präventionskonferenz mit Fachkräften verschiedener Arbeitskreise statt. Die Initiative „Dingolfing-Landau in Bewegung“ im Rahmen des Landessportprogramms „Sport vor Ort“ sollte außerdem zu mehr Bewegung im Alltag motivieren. Einen Einblick in ein mögliches Konzept zur Ergänzung des bestehenden Hilfeleistungssystems lieferte ein interessanter Impulsvortrag zur Vorstellung einer appbasierten Ersthelferalarmierung. Dabei können registrierte Ersthelfer bei einem medizinischen Notfall in ihrer Nähe über eine digitale Anwendung alarmiert werden, um bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes Hilfe zu leisten.

Abschließend stellte Verena Eberl das Förderprojekt „Melodie des Lebens mit Demenz“ vor, das durch den bayerischen Demenzfonds unterstützt wird. Die Hälfte des Förderzeitraums ist erreicht. Zu den Projektbausteinen gehören „Demenztanzen on Tour“ und Musikangebote für Menschen mit Demenz.

Das Gesundheitsforum bot den Akteuren aus Medizin, Kliniken, Pflege, Krankenkassen, Kommunen und Beratungsstellen Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung. Dabei wurde deutlich, dass viele Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden können. Während übergeordnete Fragen auf Bundes- und Landesebene geklärt werden müssen, können die regionalen Netzwerkpartner vor Ort Beiträge leisten.

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