Prozess in Landshut

Wallersdorfer gesteht Tötung von Mutter dreier Kinder

Im Beisein der drei gemeinsamen Söhne soll ein Mann seine Ehefrau angegriffen und dann ermordet haben. In Landshut wird ihm nun der Prozess gemacht.

Der 45 Jahre Angeklagte verbirgt im Gerichtssaal sein Gesicht.

Der 45 Jahre Angeklagte verbirgt im Gerichtssaal sein Gesicht.

Von dpa

Mit einem Geständnis hat vor dem Landgericht Landshut der Prozess um den gewaltsamen Tod einer dreifachen Mutter begonnen. Angeklagt ist der Ehemann der Frau und Vater der Kinder. Die Staatsanwaltschaft legt ihm Mord zur Last.

Laut Anklage attackierte er die 39-Jährige im Dezember 2025 in Wallersdorf (Landkreis Dingolfing-Landau) im Beisein der drei Kinder, verfolgte sie und stach sie auf offener Straße nieder. Der 45-Jährige ließ von seinem Verteidiger eine Erklärung verlesen, in der er zugab, seine Frau getötet zu haben.

Einer der Söhne hatte in der Tatnacht den Ermittlungen nach ein Küchenmesser genommen, um die Mutter gegen den Vater zu verteidigen. Der Mann soll ihm einen Faustschlag verpasst, das Messer abgenommen und damit die Frau verfolgt und erstochen haben. Die drei Kinder sollen ihrer fliehenden Mutter zunächst noch hinterhergelaufen sein, ehe sie zu Nachbarn flüchteten, so die Staatsanwaltschaft. Die Frau starb am Tatort.

Laut Anklage war der Mann seiner Frau gegenüber seit einigen Jahren gewalttätig. Wenige Monate vor der Tat soll ihm die Frau die endgültige Trennung und eine neue Beziehung mitgeteilt haben. In seiner Einlassung sagte der Angeklagte über seinen Verteidiger, er bedauere die Tat und schäme sich.

Die Staatsanwaltschaft sieht das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe als verwirklicht an. Für das Gerichtsverfahren sind bisher zwei Verhandlungstage angesetzt worden.

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