Kommunalwahl
Diese Themen beherrschen den Wahlkampf in Landau

Andreas Kerscher
Der Weg ins Landauer Rathaus führt über den richtigen Umgang mit einigen Themen, die die Bürger der Stadt beschäftigen.
Sechs Kandidaten bewerben sich um das Amt des Landauer Bürgermeisters. Wer am Ende das Rennen machen wird, entscheidet - neben den Persönlichkeiten der Kandidaten - auch ihr Umgang mit einigen der Themen, die die Bürger der Stadt beschäftigen.
Isarbrücke
Das große Thema, das die ganz Stadt beschäftigt, ist die Sperrung der Isarbrücke in Landau. Eigentlich sollte die Brücke schon 2025 fertig saniert und die Sperrung wieder aufgehoben sein. Weil nicht die Stadt Landau selbst, sondern das Staatliche Bauamt für die Sanierung zuständig ist, ist das Thema für die Bürgermeisterkandidaten und den amtierenden Bürgermeister kompliziert. Obwohl die Stadt zwar betroffen aber nicht selbst zuständig ist, fordern einige Kandidaten, dass die Stadt das staatliche Bauamt mehr in die Pflicht nehmen müsse und auch schon in der Vergangenheit eine bessere Kommunikation einfordern hätte sollen.
Krankenhaus
Ebenso wie bei der Isarbrücke ist die Stadt auch beim Landauer Krankenhaus nur indirekt zuständig, da das Klinikum Landau dem Donau-Isar-Klinikum, einem Kommunalunternehmen der Landkreise Dingolfing-Landau und Deggendorf gehört. Trotzdem ist die inzwischen geschlossene Notaufnahme und die generelle medizinische Versorgung in der Stadt ein Thema, das viele Wähler bewegt. Auch die Schließungsgerüchte, die trotz aller Beteuerungen, dass das Landauer Klinikum sicher sei, nicht verstummen wollen, verunsichern die Menschen. Kandidaten, die glaubhafte Pläne und Konzepte vorlegen können, wie die medizinische Versorgung in Landau in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und dem Donau-Isar-Klinikum verbessert werden kann, werden bei den Wählern punkten können.
Schulen
Die Stadt Landau hat für den fast abgeschlossenen neuen Anbau der Grund- und Mittelschule viel Geld ausgegeben, der Neubau der Dreifachturnhalle in den kommenden Jahren und die Sanierung der Bestandsgebäude der Grund- und Mittelschule werden bereits vorbereitet. Hier wird es für die Kandidaten schwer, noch eigene Akzente zu setzen. Da die Millionenausgaben für die Schulgebäude aber in den kommenden Jahren einen beträchtlichen Teil des Haushalts der Stadt ausmachen, wird dieses Thema beim Wähler trotzdem eine Rolle spielen.
Radwege und Infrastruktur
Landau ist eine Bergstadt - und vielen Stadträten nicht fahrradfreundlich genug. Ein schwerer Fahrradunfall hat 2025 in der Straubinger Straße eine besonders gefährliche Stelle für Radfahrer deutlich gemacht. Wie stark die Stadt Projekte wie Radwege, Stellplätze und generell eine fahrradfreundlichere Infrastruktur vorantreiben soll, wird von den Kandidaten mit unterschiedlicher Priorität gesehen. Auch der Ausbau der Barrierefreiheit wird von einigen Kandidaten stärker betont, als von anderen. Was den Bau und die Sanierung von Straßen angeht, steht vor allem die aufgeschobene weitere Sanierung der Straubinger Straße im Fokus. Manche Stadträte und Stadtratsfraktionen werfen der Stadt hier Versäumnisse vor. Auch um die sanierungsbedürftige Straße am Winklhof gab es zuletzt in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Diskussionen.
Wohnen
Die Stadt Landau wächst, darum ist auch neuer Wohnraum nötig. Wie dieser aussehen soll, ist aber gerade bei Menschen, die schon in der Stadt wohnen, umstritten. Besonders kontrovers diskutiert wird ein großes Wohnbauprojekt, das ein Investor in einer bestehenden, alteingesessenen Wohnsiedlung in der oberen Stadt errichten will. Die Kandidaten müssen sich hier entscheiden, ob sie die Stadtentwicklung oder die Sorgen der Anlieger in den Fokus nehmen.
Transparenz und Erreichbarkeit
Eine populäre Forderung unter den Kandidadaten ist ein Bürgersprechstunde, auch einen Wirtschaftsbeirat können sich manche vorstellen. Generell soll im Rathaus mehr Transparenz herrschen, fordern fast alle Herausforderer des Bürgermeisters - jedoch ist auch dieser mit dem Versprechen von mehr Transparenz vor sechs Jahren ins Rathaus eingezogen und betont oft die Bürgernähe und das Miteinander.



















