Schmerzlich vermisst
Entlaufene Hündin "Taja" ist wieder Zuhause

Nicole Geiger/David Hoffmann
Seit 2. Januar ist die anderthalbjährige Belgische Schäferhündin "Taja" aus Fischerdorf verschwunden. Etliche Male wurde sie in der Gegend von Hengersberg gesehen. Weil sie Fremden gegenüber scheu und möglicherweise verschreckt ist, gelang es aber bisher nicht, sie wieder einzufangen.
Jeden Tag meldeten sich wildfremde Menschen bei Nicole Berger und ihrem Freund David Hoffmann. Erzählen ihnen, wo und wann sie ihre Hündin gesehen haben. "Aber bis wir vor Ort sind, ist sie wieder weg", sagt die Hundebesitzerin. Elf Tagen lang schwankten sie und ihre Familie zwischen Hoffen und Bangen. Denn vermutlich als Folge der für viele Tiere traumatischen Silvesterknallerei war die anderthalbjährige "Taja" am Vormittag des 2. Januar aus dem heimischen Garten in Fischerdorf ausgebüchst und nach einem aufsehenerregenden Lauf über die A3 in der Umgebung von Hengersberg gestrandet. Dort wurde sie mehrfach gesichtet, von fahrenden Autos aus oder von Spaziergängern. Sogar die ehrenamtliche Hundestaffel "TeamTrailer - Tier- und Personensuche" aus Leiblfing half bei der Suche, wurde aber nicht fündig.
Inzwischen fand die Vermisstensuche ein gutes Ende: Nach 14 Tagen, in denen sie rund um Hengersberg vielfach gesichtet wurde, aber nicht eingefangen werden konnte, hat Hündin "Taja" in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch den Weg zurück nach Deggendorf gefunden. Nähere Informationen folgen.
Fremden gegenüber scheu
"Taja gehört zur Familie, liegt mit auf dem Sofa, kuschelt mit meiner vierjährigen Tochter. Wir haben sie als Welpe von einem Züchter aus der Nähe bekommen und vermissen sie nun sehr. Meine Kleine ist untröstlich", sagte die Deggendorferin. Alles nur Erdenkliche hätten sie und ihr Freund nach dem Verschwinden der Hündin unternommen, sogar zwei kalte Nächte in einem Waldstück verbracht, in dem das Tier gesichtet worden war. "Aber Taja ist Fremden gegenüber sehr scheu. Und möglicherweise völlig verschreckt, zumal sie am Ende ihrer Autobahn-Tour, bei der Ausfahrt Hengersberg, wohl auch noch leicht von einem Auto angefahren wurde", berichtete Nicole Geiger.
Dass sie nahezu jeden Tag von jemandem im Raum Hengersberg gesehen wurde, sprach dafür, dass die Belgische Schäferhündin (Malinois) nicht ernsthaft verletzt wurde. Trotzdem machten sich ihr Frauchen und Herrchen große Sorgen. "Bitte nicht aktiv suchen, rufen oder hinterherlaufen. Jeder Versuch, sie aktiv einzufangen, könnte sie noch mehr stressen und dazu führen, dass sie weiter flüchtet - womöglich in gefährliche Situationen wie Autobahn etc.", schrieb die Familie auf Facebook.
Von Wildkamera gesichtet
Obwohl seit dem Verschwinden der Hündin am Vormittag des 2. Januar elf Tage vergangen waren, ließen sie die Zuversicht nicht sinken. Viele Male waren sie und ihr Freund hektisch ausgerückt und Richtung Hengersberg gefahren. Mehrmals seien sie Pfotenspuren im Schnee gefolgt und "ganz nah dran" gewesen.
"Wir möchten allen Menschen, die uns in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben, von Herzen danken. Die unglaubliche Hilfsbereitschaft, die wir durch außenstehende Menschen sowie durch Familie und Freunde in den letzten Tagen erfahren haben, überwältigt uns und gibt uns Kraft, die Hoffnung nicht aufzugeben", bekräftigen Nicole und David im Gespräch mit unserer Zeitung.









