Schockanruf
Arnschwanger Seniorin (85) trotzt Betrügerin

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Betrüger geben sich bei Schockanrufen oft als Familienmitglieder aus. Die Arnschwanger Seniorin roch den „Braten“ und reagierte richtig.

Die Frau am anderen Ende gab sich als Polizistin aus Furth im Wald aus, berichtet der stellvertretender Leiter der Polizei-Inspektion Furth im Wald, Josef Weindl.
Die vermeintliche Polizistin sprach fließend Deutsch und erzählte der betagten Frau, dass ihre Tochter mit dem Auto einen Radfahrer überfahren hätte und der Tochter jetzt eine Haftstrafe drohe.
Um diese Haftstrafe abzuwenden, müsse die 85-Järige sofort 69.000 Euro zahlen. Die betroffene Tochter selbst könne nicht sprechen, da sie sich beim Verkehrsunfall auf die Zunge gebissen hätte. Im Hintergrund hörte man am Telefon jemanden weinen und schluchzen. Die Rentnerin war aufgrund der Nachricht zunächst verunsichert, da sie tatsächlich mehrere Töchter hat. Daraufhin wurde sie von der Anruferin gezielt nach Bargeld, Gold und Wertsachen im Haushalt oder in der Bank befragt und ob sie Auto fahren könne, für eine mögliche Übergabe. Die Rentnerin beteuerte am Telefon, dass sie kein Vermögen habe. Zudem roch sie den Betrug, dass hier eine falsche Polizistin am Telefon ist, und gab dies der Anruferin deutlich zu verstehen, woraufhin diese auflegte.
„Die Rentnerin handelte richtig. Sie zeigte ein gesundes Misstrauen und hat sich nicht unter Druck setzen lassen“, so Weindl. Zu keiner Zeit würde die Polizei Bargeld oder Wertgegenstände fordern, um Ermittlungen durchzuführen oder Geld in Sicherheit zu bringen.











