Großeinsatz
Dachstuhlbrand im Gebhardt Holz-Zentrum in Cham
Ein Dachstuhlbrand im Gebhardt Holz-Zentrum im Gewerbegebiet Cham-Michelsdorf hat am Dienstagvormittag zu einem umfangreichen Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften geführt. Gegen 9.30 Uhr löste die Brandmeldeanlage Alarm aus.
Die erste Rückmeldung bestätigte einen Brand im Dachstuhl des Ausstellungsgebäudes, woraufhin das Einsatzstichwort auf die Alarmstufe B4 hochgestuft wurde – ein Standardverfahren bei Bränden in industriellen Betrieben aufgrund des hohen Gefahrenpotenzials, wie Christian Miefanger, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Cham, erklärt.
Nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Feuerwehr führten Schweißarbeiten beim Dachdecken zum Brand, die Flammen breiteten sich über die Holzverkleidung aus. Damit das Feuer nicht wandern konnte, wurde der Dachstuhl von oben und von unten geöffnet. Innerhalb von 30 Minuten konnte der Brand schließlich kontrolliert und gelöscht werden.
150 Einsatzkräfte von 16 Feuerwehren vor Ort
Für den Einsatz wurden 16 Feuerwehren aus der Region alarmiert, rund 150 Einsatzkräfte waren im Einsatz, erklärt Einsatzleiter Markus Reittinger. Auch zwei Rettungswagen waren angerückt, die für die Absicherung der Einsatzkräfte und Mitarbeiter zuständig waren. Der Bereitstellungsraum, ein Sammelpunkt für Einsatzkräfte, die als Reserve dienen, wurde auf dem Gelände des Auslieferungszentrums der Firma Frey wenige Meter vom Einsatzort entfernt eingerichtet. „Auch das hat wunderbar geklappt“, betont Miefanger.
Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Menschen im Gebäude waren laut Feuerwehrangaben bereits beim Eintreffen der Rettungskräfte ordnungsgemäß evakuiert worden. Gegen 10.20 Uhr konnten erste Mitarbeiter dann in umliegende, nicht betroffene Bereiche des Firmengeländes zurückkehren. Die Ausstellungshalle war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch verraucht. Die Feuerwehr setzte deshalb einen Hochdrucklüfter ein, um die Räumlichkeiten zu entrauchen. Marco Müller, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Cham, gibt an, dass die PI Cham in Zusammenarbeit mit den Brandfahndern der Kripo Regensburg Ermittlungen aufgenommen hat. Zur Höhe des entstandenen Schadens konnten Polizei und Feuerwehr zunächst keine Angaben machen.

















