Pressefreiheit

Türkei: Staatsanwalt verhört Deutsche Welle-Korrespondenten

Kulturstaatsminister Weimer betont: «Journalistische Arbeit ist keine Straftat». (Archivbild)

Kulturstaatsminister Weimer betont: «Journalistische Arbeit ist keine Straftat». (Archivbild)

Von dpa

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer fordert die sofortige Freilassung des in der Türkei festgenommenen Korrespondenten der Deutschen Welle (DW). „Ich fordere die türkische Regierung auf, dafür zu sorgen, dass Alican Uludağ sofort aus der Haft zu entlassen wird“, sagte Weimer (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur und betonte: „Journalistische Arbeit ist keine Straftat.“

Die Vorwürfe der türkischen Regierung gegen den DW-Journalisten seien haltlos. „Er muss freigelassen werden. Die Deutsche Welle und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen in der Türkei frei arbeiten und unabhängig berichten können.“

Uludağ war am Donnerstag in Ankara festgenommen worden. Nach Angaben der Deutschen Welle wurde er vor den Augen seiner Familie von zahlreichen Polizisten abgeführt. Vorgeworfen werden ihm demnach die „Verbreitung irreführender Informationen an die Öffentlichkeit“, „Beleidigung des Präsidenten“ sowie „Beleidigung der türkischen Nation, des Staates und der Institutionen“. Die DW und ihre Intendantin Barbara Massing wiesen die Vorwürfe zurück und forderten seine umgehende Freilassung. Die Türkei steht in der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen auf Platz 159 von 180 Staaten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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