Festnahme von Nicolás Maduro

Trump: Geheime US-Störwaffe half bei Einsatz in Venezuela

Staatschef Nicolás Maduro soll in New York der Prozess wegen Drogendelikten gemacht werden. (Archivbild)

Staatschef Nicolás Maduro soll in New York der Prozess wegen Drogendelikten gemacht werden. (Archivbild)

Von dpa

Bei dem US-Militäreinsatz in Venezuela soll eine geheime Störwaffe nach Angaben von US-Präsident Donald Trump entscheidend zum Erfolg beigetragen haben. Er nannte sie „Discombobulator“ (Verwirrer) laut einem Interview der US-Zeitung „New York Post“. Dadurch soll die venezolanische Ausrüstung ausgefallen sein, so dass der autoritäre Machthaber Nicolás Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht werden konnte.

Trump gab keine weiteren Details zu der angeblich eingesetzten Störwaffe bekannt. „Ich darf nicht darüber sprechen“, sagte er. Deswegen hätten die venezolanischen Sicherheitskräfte aber nicht auf den US-Angriff reagieren können. „Sie haben ihre Raketen nie abgefeuert“, sagte Trump. „Sie hatten russische und chinesische Raketen, aber sie haben keine einzige abgefeuert. Wir kamen, sie drückten auf die Knöpfe, aber nichts funktionierte.“

Mindestens 100 Menschen wurden laut Caracas bei dem US-Angriff getötet, auch Wohnungen wurden zerstört. (Archivbild)

Mindestens 100 Menschen wurden laut Caracas bei dem US-Angriff getötet, auch Wohnungen wurden zerstört. (Archivbild)

Am 3. Januar griffen US-Eliteeinheiten mehrere Ziele in Venezuela an, darunter auch die wichtigste Militärbasis des südamerikanischen Landes, Fuente Tiuna. Dort wurden Maduro und seine Frau Cilia Flores festgenommen. Ihnen soll in New York der Prozess wegen mutmaßlicher Drogendelikte gemacht werden. Bei dem Einsatz wurden laut venezolanischen Behörden mindestens 100 Menschen getötet, darunter venezolanische und kubanische Sicherheitsbeamte. Laut Washington kam kein US-Soldat ums Leben.

Dennoch gibt es auch weitere Erklärungen in der US-Presse für das Versagen der venezolanischen Verteidigung. Laut einem Bericht der „New York Times“ waren die hochmodernen russischen Luftabwehrsysteme Venezuelas laut US-Beamten nicht einmal mit dem Radar verbunden, als die US-Hubschrauber über Caracas auftauchten, um Maduro zu fassen.

Dem Bericht zufolge hatte Venezuela Schwierigkeiten gehabt, die russische Ausrüstung zu warten. Oft hätten die notwendigen Ersatzteile und das technische Wissen gefehlt. Zudem soll das US-Militär vor der Gefangennahme Maduros auch Standorte bombardiert haben, an denen russische bodenbasierte Flugabwehrsysteme vom Typ Buk-M2 stationiert oder gelagert waren.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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