Explosion

Anschlag: Russische Botschaft in Italien macht Kiew Vorwürfe

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin bezeichnete den Vorfall als brutalen Terrorakt.

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin bezeichnete den Vorfall als brutalen Terrorakt.

Von dpa

Nach dem tödlichen Sprengstoffanschlag in einem Restaurant in einem Moskauer Ausgehviertel hat die russische Botschaft in Italien Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben. „Die blutigen Fangarme der Terrorbande Selenskyjs haben das italienische Restaurant "Balzi Rossi" in Moskau erreicht“, teilte die russische Botschaft in Italien in sozialen Medien mit. „Es ist klar, dass die Terroristen aus Kiew, die einen Terroranschlag in einem der besten italienischen Restaurants Moskaus planten, Italiener einschüchtern wollten, die in Russland arbeiten“, hieß es weiter in der Mitteilung.

Bisher hatte Moskau die Ukraine und ihren Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht offiziell beschuldigt. Nur dank des Sicherheitsdienstes seien der aus Neapel stammende Chefkoch und sein Team unverletzt geblieben, teilte die Botschaft weiter mit.

Am Samstagabend war es in einem Restaurant in Moskau zu einer Explosion gekommen. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte am Vortag den Vorfall als „brutalen Terrorakt“ bezeichnet. Mehrere Menschen kamen ums Leben. Zu den Hintergründen halten sich die Behörden bedeckt.

In der Mitteilung der Botschaft war nun die Rede von fünf Todesopfern und 19 Verletzten, was frühere Angaben verschiedener Nachrichtenkanäle bei Telegram bestätigte. Das Nationale Antiterror-Komitee hatte zuvor von 3 Toten und 21 Verletzten gesprochen. Demnach handelte es sich um eine Frau, die verdächtigt wird, den Sprengsatz zu dem Restaurant gebracht zu haben, den Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, der sie nicht ins Lokal gelassen habe, und um einen Gast.

Russische Militärblogger schrieben bei Telegram, dass in dem Restaurant ein General der Streitkräfte seinen 55. Geburtstag gefeiert habe. Demnach kursierte der Name Alexander Tschajko - seit Mai dieses Jahres Chef der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. Immer wieder werden seit Beginn des Moskauer Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 ranghohe Militärs und Propagandisten zur Zielscheibe von Attentaten auch in Russland.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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