Nachbesserung am Rentenpaket
SPD in Rentendebatte für „Schwerarbeits“-Regelung

Florian Gaertner/dpa/dpa-tmn
Die SPD will Renten-Ausnahmen für Menschen, die besonders schwer arbeiten. (Symbolbild)
Die SPD pocht in der Rentendebatte auf eine Härtefallregelung für Menschen, die unter besonders schwerer Belastung gearbeitet haben. Dabei könne man sich an der österreichischen Schwerarbeitspension orientieren, schlug der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Dirk Wiese vor.
Diese Regelung ermöglicht in Österreich eine vorzeitige Pensionierung für Personen, die unter schwerer körperlicher oder psychischer Belastung gearbeitet haben. Dazu gehören etwa nächtliche Schichtdienste, Arbeit bei Hitze oder Kälte, Tätigkeiten mit Chemikalien oder schwere körperliche Arbeit.
In Deutschland könnten Menschen mit solchen Tätigkeiten heute oft nicht einmal die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren nutzen, „weil sie gar nicht bis dort durchhalten“, sagte Wiese. Nötig sei deshalb eine klare Härtefallregelung.
Die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren ist ein Vorschlag der Kommission zur Zukunft der Alterssicherung, den die Spitzen der Koalition eins zu eins umsetzen wollen. Das Modell ist als „Rente mit 63“ bekannt, inzwischen gilt aber, dass ein Ausstieg aus dem Beruf nach 45 Beitragsjahren mit 64,5 Jahren möglich ist.








