Ukraine-Krieg
Mindestens zwei Tote nach russischem Angriff in der Ukraine

Efrem Lukatsky/AP/dpa
Russland hat den Beschuss der Ukraine nach einer dreitägigen Waffenruhe wieder aufgenommen. (Archivbild)
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Großstadt Krywyj Rih mindestens zwei Menschen getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei der Attacke am Abend verletzt worden, darunter ein neun Monate altes Mädchen, das in kritischem Zustand im Krankenhaus behandelt werde, schrieb der Regionalgouverneur Olexander Hanscha auf der Plattform Telegram. Bei den Getöteten handele es sich um eine 65-jährige Frau und einen 43-jährigen Mann.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff „auf ein gewöhnliches Wohnhaus“ als zynisch und militärisch sinnlos. Nach Ende der dreitägigen Waffenruhe am Montag töte Russland nun wieder Ukrainer und Ukrainerinnen. „Der Druck auf Russland darf deshalb in keiner Weise nachlassen“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Nur entschlossener gemeinsamer Druck und die Stärkung der Ukraine, einschließlich der Ausweitung der Luftabwehr, „können den Aggressor dazu zwingen, diplomatisch auf einen verlässlichen Frieden und ein Ende der Morde hinzuarbeiten“.
Krywyj Rih ist Selenskyjs Heimatstadt und wurde bereits mehrfach Ziel russischer Angriffe. Sie liegt im Zentrum der Ukraine. Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.
US-Präsident Donald Trump hatte auf Moskauer Bitte eine dreitägige Waffenruhe von Samstag bis Montag vermittelt. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte am Dienstag offiziell, dass die sogenannte militärische Spezialoperation seit Tagesanbruch fortgesetzt werde. Militärische Spezialoperation ist in Russland die offizielle Bezeichnung für den Krieg gegen das Nachbarland.
Die Ukraine hofft seit langem auf eine längere Waffenruhe, in der über einen Waffenstillstand und eine Friedenslösung verhandelt werden könnte. Moskau hat die Feuerpausen über hohe Feiertage immer begrenzt. In diesem Fall ging es darum, mit einer Militärparade am Samstag in Moskau ungestört das Andenken an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg feiern zu können.








