Zehntausende bei Demos
Große Proteste gegen Gründung neuer AfD-Jugendorganisation

Lando Hass/dpa
Die Polizei setzt Wasserwerfer gegen Demonstranten ein, die die B429 nahe der Lahnbrücke blockieren.
Draußen große Proteste, im Saal große Einigkeit: In Gießen hat sich die neue AfD-Jugendorganisation mit dem Namen Generation Deutschland (GD) gegründet. Mehrere Zehntausend Gegendemonstranten versammelten sich in der mittelhessischen Stadt, die meisten von ihnen protestierten friedlich. An einigen Orten gab es gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei. Diese setzte mehrmals Wasserwerfer ein und verhinderte, dass der Versammlungsort gestürmt wurde.
Bis zum frühen Nachmittag wurden 10 bis 15 verletzte Beamte gezählt. Das Uniklinikum Gießen-Marburg sprach außerdem von rund 15 leicht verletzten Demonstranten bis zum Nachmittag mit ambulanter Behandlung. Zahlen zu Festnahmen oder Platzverweisen konnte die Polizei zunächst nicht nennen.
Das Bündnis „Widersetzen“ hatte zudem bereits seit Wochen angekündigt, Zufahrtswege zu der Gründungsversammlung blockieren zu wollen, um diese zu verhindern. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) hatte sich vorab wegen Gewaltaufrufen aus der linken Szene besorgt gezeigt und auch darauf verwiesen, dass Blockaden nicht rechtmäßig seien. Er rechnet mit einer „herausfordernden Großlage“ in Gießen - mehrere 1.000 Polizisten aus Hessen und 14 weiteren Bundesländern sollen für Sicherheit sorgen.
Die AfD will in der mittelhessischen Stadt eine Nachfolgeorganisation für die Junge Alternative (JA) mit dem Namen „Generation Deutschland“ (GD) gründen. Die JA hatte sich im Frühjahr aufgelöst, nachdem sich die AfD von ihr getrennt hatte. Als eigenständiger Verein war die JA nur lose an die AfD angebunden gewesen.























