Todesstrafe

Was Christa Pike anstelle einer letzten Mahlzeit wünschte

Demonstration gegen die Todesstrafe in Nashville. Christa Pike bat laut US-Medien darum, mit den 20 Dollar für ihre letzte Mahlzeit Pizza für Obdachlose in Nashvilles Innenstadt zu kaufen. (Archivbild)

Demonstration gegen die Todesstrafe in Nashville. Christa Pike bat laut US-Medien darum, mit den 20 Dollar für ihre letzte Mahlzeit Pizza für Obdachlose in Nashvilles Innenstadt zu kaufen. (Archivbild)

Von dpa

Am Vorabend der gescheiterten Hinrichtung verzichtete die US-Amerikanerin Christa Pike laut einem Bericht der „New York Times“ auf ihre letzte Mahlzeit. Stattdessen habe sie darum gebeten, die dafür vorgesehenen 20 Dollar für Pizza für Obdachlose in der Innenstadt von Nashville im US-Bundesstaat Tennessee zu verwenden. Pike sollte am vergangenen Mittwoch hingerichtet werden, überlebte allerdings zwei Giftspritzen. Die 50-Jährige war nach Angaben ihrer Anwälte zuletzt weiter bewusstlos und an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Pike war 1996 für den Mord an der 19 Jahre alten Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Sie selbst war zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt. 1995 hatten drei Teenager das Opfer in einem abgelegenen Gebiet nahe der University of Tennessee in Knoxville gefoltert und getötet. Während ihrer Haftzeit wurde Pike US-Medien zufolge nach einem Angriff auf eine Mitgefangene in einem separaten Fall wegen versuchten Mordes verurteilt.

Pike war 1996 für den Mord an der 19 Jahre alten Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. (Archivbild)

Pike war 1996 für den Mord an der 19 Jahre alten Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. (Archivbild)

Warum Pike die Hinrichtung trotz zweier Dosen des Medikaments Pentobarbital überlebte, ist weiterhin unklar. Durch den Fall ist in den USA erneut eine hitzige Debatte um die Todesstrafe und die Art der Vollstreckung entbrannt. Der Leiter der Strafvollzugsbehörde von Tennessee kündigte zuletzt seinen Rücktritt an. Es gibt auch wachsende Kritik an der Qualifikation und Ausbildung des an der Hinrichtung beteiligten Personals.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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