Brandkatastrophe in Bangkok

Thailand prüft nach Pub-Feuer Regeln für Vergnügungsstätten

Eine verkohlte Gitarre und ein Mischpult zeugen davon, dass das Lokal lichterloh brannte.

Eine verkohlte Gitarre und ein Mischpult zeugen davon, dass das Lokal lichterloh brannte.

Von dpa

Thailands Regierung will nach dem verheerenden Feuer in einem Lokal in Bangkok mit 30 Todesopfern die Vorschriften für Vergnügungsstätten grundlegend überarbeiten. Ministerpräsident Anutin Charnvirakul kündigte an, Gesetze zu Genehmigungen, Betriebszeiten und Standortvorgaben umfassend zu überprüfen. Viele der geltenden Regeln seien veraltet, zitierte ihn die Zeitung „Bangkok Post“. Anutin machte auch die Profitgier von Betreibern für viele Probleme in der Branche verantwortlich.

Bangkok ist eine der meistbesuchten Städte der Welt und gilt als Partymetropole, allerdings kam es auch schon mehrmals zu schweren Unglücken wie in der Nacht zum Montag. Das Feuer in dem Pub Rong Beer Na Ladprao im beliebten Stadtteil Chatuchak brach ganz plötzlich aus, als gerade eine Liveband spielte. Nach ersten Erkenntnissen könnte es durch einen Kurzschluss an einer Klimaanlage über der Decke ausgelöst worden sein.

Das Pub wurde bei dem Brand völlig zerstört.
Das Pub wurde bei dem Brand völlig zerstört.
Das Pub wurde bei dem Brand völlig zerstört.
In dem Meer aus Flammen und Qualm kamen Dutzende Menschen ums Leben.
In dem Meer aus Flammen und Qualm kamen Dutzende Menschen ums Leben.
In dem Meer aus Flammen und Qualm kamen Dutzende Menschen ums Leben.
Ein Blick in die Ruine lässt das Ausmaß der Tragödie erahnen.
Ein Blick in die Ruine lässt das Ausmaß der Tragödie erahnen.
Ein Blick in die Ruine lässt das Ausmaß der Tragödie erahnen.
Das Lokal liegt im beliebten Stadtteil Chatuchak.
Das Lokal liegt im beliebten Stadtteil Chatuchak.
Das Lokal liegt im beliebten Stadtteil Chatuchak.
Opfer der Brandkatastrophe wurden mit Tüchern bedeckt.
Opfer der Brandkatastrophe wurden mit Tüchern bedeckt.
Opfer der Brandkatastrophe wurden mit Tüchern bedeckt.
Feuerlöscher und Plastiksandalen lagen am Tag nach der Tragödie vor dem Pub.
Feuerlöscher und Plastiksandalen lagen am Tag nach der Tragödie vor dem Pub.
Feuerlöscher und Plastiksandalen lagen am Tag nach der Tragödie vor dem Pub.

Für viele Gäste gab es kein Entkommen aus dem Meer aus Flammen und Qualm. Mehr als zwei Dutzend Tote wurden noch in der Nacht gefunden. Rund 70 Menschen wurden verletzt, mehr als 20 davon schwer. Einige erlagen ihren Verletzungen erst später.

Die Regierung ordnete nach der Katastrophe landesweite Kontrollen von Vergnügungsstätten und öffentlichen Gebäuden an. Innerhalb von 30 Tagen sollen Behörden unter Leitung des Innenministeriums Brandschutzanlagen, Notausgänge, die zulässige Besucherzahl sowie die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften überprüfen. Betriebe mit erheblichen Mängeln sollen vorerst geschlossen werden, bis die Bedenken ausgeräumt sind.

Gleichzeitig betonte Anutin, viele Probleme entstünden nicht durch unzureichende Gesetze, sondern weil Betreiber Vorschriften missachteten, um höhere Gewinne zu erzielen. Nach der jüngsten Katastrophe untersuchen Ermittler unter anderem, ob Mitarbeiter Ausgänge verschlossen, um zu verhindern, dass Gäste das Lokal verließen, ohne ihre Rechnung zu bezahlen. Auch gibt es Hinweise auf blockierte Fluchtwege und fehlenden Brandschutz.

Nach bisherigen Erkenntnissen war das für Live-Musik bekannte Lokal als Restaurant genehmigt, aber offenbar wie eine Vergnügungsstätte betrieben worden. Die Ermittler prüfen, ob dadurch strengere Genehmigungs- und Sicherheitsauflagen umgangen wurden. Gegen den Betreiber und dessen Geschäftspartner sollen möglicherweise strafrechtliche Schritte eingeleitet werden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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