Strafe

Radler gerät in Schießübung - jetzt muss er Bußgeld zahlen

Der Radler war auf einem Truppenübungsplatz unter Beschuss geraten. (Symbolbild)

Der Radler war auf einem Truppenübungsplatz unter Beschuss geraten. (Symbolbild)

Autorenprofile
Von dpa

Ein Radtourist aus Nordeuropa ist auf einem Truppenübungsplatz am Rande des Teutoburger Waldes versehentlich in eine Gefechtsübung geraten. Jetzt muss er nach dem Vorfall im September ein Bußgeld zahlen. Die Bundeswehr bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass wegen einer Ordnungswidrigkeit Anzeige gegen ihn erstattet wurde. Über den für den Radfahrer lebensgefährlichen Vorfall auf dem nordrhein-westfälischen Truppenübungsplatz in der Senne hatte die „Neue Westfälische“ mehrfach berichtet.

Der Mann hatte den Angaben zufolge versehentlich Sperren rund um den Truppenübungsplatz umfahren und Warnschilder an den Eingängen übersehen. Nach Informationen der „Neuen Westfälischen“ war der Mann in eine Schießübung mehrerer Einheiten der Bundeswehr geraten. Dabei wurden Mörsergeschosse eingesetzt, ein Tornadoflieger feuerte seine Bordkanone ab und ließ auch eine Übungsbombe fallen.

Der Radfahrer, der vermutlich von einer Navigationssoftware irrtümlicherweise durch das gesperrte Gelände geleitet wurde, meldete sich über den Notruf 110 bei der Paderborner Polizei. Dort habe er angegeben, dass Kugeln über seinen Kopf flögen und er sich in einen Graben gerettet habe. Die Polizei informierte umgehend die für die Absperrung zuständige Stelle, die die Übung stoppte.

Übungsplätze am Rande des Teutoburger Waldes

Zwischen Bielefeld und Paderborn nutzen das britische Militär und die Bundeswehr mehrere Geländeteile der Senne westlich des Teutoburger Waldes für ihre Übungen. Dabei werden Straßen und Geländeteile vorübergehend für die Öffentlichkeit gesperrt. Am nördlichen Rand der meist sandigen Heidelandschaft hat die Bundeswehr mit der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf einen großen Standort.

Die Briten nutzen den Truppenübungsplatz gemäß Nato-Truppenstatut, haben bei Paderborn allerdings nur noch mehrere Hundert Soldaten stationiert. Für die Übungen kommen vorübergehend Soldaten aus Großbritannien oder anderen Nato-Staaten nach Ostwestfalen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Autoren des Artikels folgen

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.