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Winter in Europa: Selbst Spanier frieren bei Minusgraden

Menschen vergnügen sich bei einer Schneeballschlacht in Amsterdam in den Niederlanden.

Menschen vergnügen sich bei einer Schneeballschlacht in Amsterdam in den Niederlanden.

Von dpa

Der Zugverkehr in den Niederlanden ist durch Winterwetter und eine technische Störung fast völlig lahmgelegt. Bis 10 Uhr werde im ganzen Land kein Zug der niederländischen Bahn fahren, teilte diese mit. Zu zahlreichen Problemen an Weichen durch das heftige Winterwetter kam nach Angaben der Bahn am frühen Morgen noch eine Computer-Störung.

Internationale Züge seien von der Störung vorläufig nicht betroffen. Auch können andere Verkehrsunternehmen lokal ihre Züge fahren lassen.

Das Winterwetter sorgt zudem auf den Straßen und am Amsterdamer Großflughafen Schiphol weiter für Probleme. Rund 350 Flüge seien bereits annulliert worden.

Ein Blick in den leeren Hauptbahnhof von Utrecht in den Niederlanden.
Ein Blick in den leeren Hauptbahnhof von Utrecht in den Niederlanden.
Ein Blick in den leeren Hauptbahnhof von Utrecht in den Niederlanden.
Informationstafeln am Flughafen Schiphol informieren über annullierte und verspätete Flüge.
Informationstafeln am Flughafen Schiphol informieren über annullierte und verspätete Flüge.
Informationstafeln am Flughafen Schiphol informieren über annullierte und verspätete Flüge.
Eine Frau spaziert durch eine verschneite Landschaft in Tschechien.
Eine Frau spaziert durch eine verschneite Landschaft in Tschechien.
Eine Frau spaziert durch eine verschneite Landschaft in Tschechien.
Ein Mann springt mit seinen Skiern den Hügel bei der Basilika Sacre-Coeur im französischen Paris hinunter.
Ein Mann springt mit seinen Skiern den Hügel bei der Basilika Sacre-Coeur im französischen Paris hinunter.
Ein Mann springt mit seinen Skiern den Hügel bei der Basilika Sacre-Coeur im französischen Paris hinunter.
Ein Schneepflug räumt in Ungarn.
Ein Schneepflug räumt in Ungarn.
Ein Schneepflug räumt in Ungarn.
Die Flüssigkeit, mit der Flugzeuge am Flughafen Schiphol enteist werden, geht angesichts der winterlichen Wetterbedingungen zur Neige.
Die Flüssigkeit, mit der Flugzeuge am Flughafen Schiphol enteist werden, geht angesichts der winterlichen Wetterbedingungen zur Neige.
Die Flüssigkeit, mit der Flugzeuge am Flughafen Schiphol enteist werden, geht angesichts der winterlichen Wetterbedingungen zur Neige.
Reisende stehen Schlange am Serviceschalter der Fluggesellschaft KLM am Flughafen Schiphol.
Reisende stehen Schlange am Serviceschalter der Fluggesellschaft KLM am Flughafen Schiphol.
Reisende stehen Schlange am Serviceschalter der Fluggesellschaft KLM am Flughafen Schiphol.

Am Flughafen in Nantes im Westen des Landes wurde der Flugverkehr eingestellt, während es an den Pariser Flughäfen weiterhin Ausfälle gab. Auf den Straßen und Autobahnen rund um Paris, wo sich am Montagnachmittag der Verkehr noch auf rund 1.000 Kilometern Länge gestaut hatte, entspannte sich die Lage zwar. Dennoch wurden nach einer ersten Bilanz fünf Tote bei wetterbedingten Unfällen gemeldet.

In Großbritannien ist es weiterhin kalt und es schneit. In Schottland bleiben Hunderte Schulen geschlossen, in Glasgow fuhren die U-Bahnen am Morgen nicht, weil die Stromschienen vereist waren. In vielen Teilen des Vereinigten Königreichs gelten weiterhin Schnee- und Eiswarnungen, der Wetterdienst warnt vor heftigen Schneefällen für diese Woche vor allem im Süden.

Neue Schneefälle und bis zu minus 40 Grad im Norden des Landes gibt es in Schweden. In Dänemark forderte der Rettungsdienst Falck die Menschen in Nordjütland in Erwartung eines Schneesturms auf, am Mittwoch zu Hause zu bleiben. Wer sich doch herauswagt, sollte eine Schaufel dabeihaben, um das Auto frei graben zu können.

Polarluft sorgt in der Schweiz im Flachland für Temperaturen von teils minus 14 Grad. La Brévine im Kanton Neuenburg auf gut 1.000 Metern Höhe, traditionell der kälteste Ort der Schweiz, meldete in der Nacht zu Montag minus 30,3 Grad. Das ist aber nicht sehr ungewöhnlich. In dem abgeschlossenen Tal bildet sich bei klarem Himmel und wenig Wind oft ein Kaltluftsee, was zu einer großen Auskühlung des Bodens führt. Noch kälter war es am Morgen auf der Alp Hintergräppelen in Toggenburg im Kanton St. Gallen. Dort wurden minus 37,1 Grad gemessen.

Auch in Tschechien herrscht weiter klirrende Kälte. Im Böhmerwald nahe der Grenze zu Bayern wurden am Morgen Temperaturen um minus 25 Grad gemessen. Nirgendwo im Land sollte das Quecksilber in den nächsten Tagen über den Gefrierpunkt steigen, wie aus der Vorhersage des staatlichen Wetterdienstes hervorging. In Prag waren Zehntausende Einwohner wegen einer defekten Fernwärme-Leitung vorübergehend ohne Heizung und warmes Wasser.

Freuen können sich die Wintersportler: Aufgrund der Schneefälle herrschen auf vielen Pisten in den Mittelgebirgen Tschechiens ideale Bedingungen zum Skifahren. In Polen lag die niedrigste Temperatur in der Nacht derweil bei minus 20,1 Grad.

In Spanien, das im Sommer regelmäßig mit Hitzerekorden Schlagzeilen macht, bibbern die Menschen nun in vielen Regionen bei Minusgraden in ihren oft nicht so gut wärmeisolierten Wohnungen. In Madrid und auch in höheren Lagen der Ferieninsel Mallorca gab es Frost und es lag Schnee. Manche Straßen in den Pyrenäen und in anderen Gebirgsregionen des Landes waren nur mit Schneeketten zu befahren.

Dort könnte es auch in der Nacht auf Dienstag bis zu minus 10 Grad kalt werden. Die Wetterbehörde Aemet gab wegen Schnee, Kälte und teilweise stürmischen Winden Warnungen für weite Bereiche des Landes heraus. Wer es etwas wärmer möchte, muss auf die Kanaren reisen. Dort wird es tagsüber angenehme 17 Grad warm.

Auch in Bulgarien ist es weiterhin frühlingshaft mild, im Südosten werden Temperaturen bis zu 19 Grad erwartet. Das ist sehr ungewöhnlich für diese Jahreszeit. In manchen Regionen machen starke Winde den Menschen zu schaffen. Meteorologen erwarten einen Schneeeinbruch mit eisiger Kälte am Donnerstag.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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