Leck in Ölpipeline
Aufräumen nach Öl-Leck - Zwei Mitarbeiter übergossen

Carsten Koall/dpa
Nach einem Leck in einer Ölpipeline im Nordosten Brandenburgs beginnt die Suche nach Umweltschäden. (Archivbild).
Das Leck an einer Pipeline in der brandenburgischen Uckermark ist geschlossen. In der Nacht zu Donnerstag beendeten die Feuerwehren zwischen 2.00 und 3.00 Uhr ihren Einsatz, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle Nordost sagte. Diese koordiniert Rettungs-, Feuerwehr- und Katastropheneinsätze. Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) unterstützen derzeit noch vor Ort.
Das Leck in der Pipeline, die von Rostock nach Schwedt führt, war am Mittwochabend bei einem Arbeitsunfall entstanden - mindestens 200.000 Liter Rohöl traten aus. Die zuständige Raffinerie PCK teilte mit, nach ersten Erkenntnissen sei das Unglück durch vorbereitende Arbeiten für einen geplanten Sicherheitstest an der Pipeline verursacht worden. Eine absichtliche Fremdeinwirkung konnte demnach ausgeschlossen werden.
Das Öl war am Mittwoch laut Feuerwehr an einer Pumpstation aus einem kleinen Leck mit einem Druck von circa 20 Bar viele Meter hoch herausgeschossen und auf einem Acker gelandet.
Die Einsatzstelle sei noch in der Nacht an PCK übergeben wurde, sagte Alexander Trenn, Gefahrstoffexperte vom Landesfeuerwehrverband. „Gestern wurde noch abgepumpt und so viel wie möglich Öl in die ganzen Saugwagen gepumpt“, sagte er. Als die Feuerwehren wegfuhren, seien zumindest auch die Ölpfützen weg gewesen.
Die weiteren Maßnahmen treffe nun PCK, sagte Trenn. Welche das sind, war zunächst nicht bekannt. Seitens des Unternehmens gab es dazu zunächst keine Angaben. Nach Abschluss der ersten Untersuchungen solle es weitere Informationen geben, teilte eine Sprecherin mit.

Sören Stache/dpa
Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) will sich nach dem Leck in einer Ölpipeline im Nordosten Brandenburgs über die Frage möglicher Umweltschäden informieren (Archivbild).
Vera Leu, Amtsdirektorin von Gramzow in der Uckermark, wo die betroffene Pumpstation liegt, sagte der dpa, bei dem Unglück hätten zwei von drei PCK-Mitarbeiter Öl abbekommen. Beide seien zwar rettungsdienstlich versorgt worden, es seien aber keine gesundheitlichen Schäden festgestellt worden. Danach seien sie nach Hause entlassen worden. „Wir haben Gott sei Dank keinen Personenschaden“, sagte sie.
Weiter teilte sie mit, am Abend hätten fünf Pumpwagen begonnen, das Öl aufzunehmen. „Das wird heute auch noch weiter erfolgen“. Am Abend waren rund 100 Kräfte im Einsatz, wie sie sagte. Leu sagte, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten wie Werkfeuerwehr, der freiwilligen sowie der Berufsfeuerwehr gut funktioniert habe. „Das war vorbildlich, wie die Kameraden da zusammengearbeitet haben.“
Ministerin Mittelstädt sagte, nach dem Abpumpen und dem Abtragen von Erdreich sollten Proben entnommen werden. Es gehe um ein Monitoring, ob tatsächlich Grundwasser oder auch der Boden verunreinigt seien.
Aktuell sei die Pipeline abgesperrt, sagte die Ministerin. Die Ölreserve der Raffinerie sei jedoch voll. Mittelstädt, die sich mittags ein Bild vor Ort machen will, zog eine positive erste Bilanz: Es sei schnell reagiert worden, alle Kommunikationszweige hätten gut funktioniert. Bei dem Termin in Gramzow ist auch Wirtschafts- und Energieminister Daniel Keller (SPD) dabei.
Die Einsatzstelle wurde noch in der Nacht an PCK übergeben, wie Alexander Trenn, Gefahrstoffexperte vom Landesfeuerwehrverband, sagte. „Gestern wurde noch abgepumpt und so viel wie möglich Öl in die ganzen Saugwagen gepumpt“, sagte er. Als die Feuerwehren wegfuhren, seien zumindest die Ölpfützen weg gewesen.








