Drogenschmuggel

Europol: Kokain mit U-Boot und perfekt getarnt nach Europa

Kokain-Dealer suchen sich nach Angaben von Europol immer neue Schmuggelwege. (Symbolbild)

Kokain-Dealer suchen sich nach Angaben von Europol immer neue Schmuggelwege. (Symbolbild)

Von dpa

Kokain wird einem Europol-Bericht zufolge auf neuen Wegen und mit fast perfekter Tarnung nach Europa geschleust. Die internationalen Drogenbanden seien auf neue Methoden umgestiegen, heißt es in dem Bericht der europäischen Polizeibehörde in Den Haag. Sie nutzten Hochtechnologie, Transfers auf hoher See, Halbtauchboote, Speedboote, Drohnen und ausgeklügelte Verstecke.

Der Kokain-Handel nach Europa hat nach Angaben von Europol „beispiellose Ausmaße erreicht“, angetrieben durch die hohe Produktion in Südamerika und zunehmende Nachfrage in der EU. Doch die Banden steuerten weniger häufig die großen Seehäfen wie Antwerpen oder Rotterdam an.

Die Europol-Experten weisen darauf hin, dass Kokain in Industrieanlagen, Maschinen oder sogar unter Wasser am Schiffsrumpf versteckt werde. Banden würden die Drogen auch mit Hilfe von Chemikalien in Lebensmittel, Kunststoffe oder Textilien „waschen“. Eine fast perfekte Tarnung, so Europol: „Diese Methoden machen die Aufdeckung durch Scanner, Spürhunde und forensische Tests extrem schwierig.“

Die EU-Polizeibehörde Europol informiert über Drogenkriminalität.

Die EU-Polizeibehörde Europol informiert über Drogenkriminalität.

Die internationalen Banden nutzten auch Technologie wie verschlüsselte Kommunikationssysteme, autonome Schiffe und Drohnen. So hofften sie, den Ermittlern zu entgehen.

Die Experten von Europol weisen darauf hin, dass die Banden zunehmend auf hoher See die Ware auf ein Tochterschiff umladen würden, mit Kurs auf Westafrika. Von dort aus werde das Kokain dann direkt zum europäischen Festland transportiert oder zu den Kanarischen Inseln. Mit Hilfe von Speedbooten gelangten die Drogen dann an die andalusische Küste und dann in die gesamte EU.

Europol-Chefin Catherine De Bolle unterstrich die Notwendigkeit der internationalen Zusammenarbeit. „Wir wissen, dass diese Gruppen ihre Methoden zunehmend diversifizieren und kleinere Schiffe, Transfers auf See und clevere Tarntechniken einsetzen, um einer Entdeckung zu entgehen.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Folgen Sie Themen dieses Artikels:

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein Idowa

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.