Verdächtiger auf der Flucht

Drei Schwerverletzte bei starker Explosion in Monaco

Auch französische Sicherheitskräfte waren nach der Explosion in Monaco im Einsatz. (Symbolbild)

Auch französische Sicherheitskräfte waren nach der Explosion in Monaco im Einsatz. (Symbolbild)

Von dpa

Drei Menschen sind bei einer heftigen Explosion am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco schwer verletzt worden, zwei von ihnen lebensgefährlich. Die Explosion ereignete sich gegen 21.00 Uhr, wie der monegassische Staatsminister Christophe Mirmand im französischen Sender BFMTV sagte. Ob es sich dabei um einen Anschlag handelte, wollte er zunächst nicht bestätigen. Medienberichten zufolge flog ein Sprengstoffpaket in die Luft.

Kurz vor dem Vorfall soll eine Person an dem Ort beobachtet worden sein, die einen Rucksack abstellte und anschließend floh, wie BFMTV unter Berufung auf die monegassische Sicherheitsbehörde sowie die Regionalzeitung „Monaco-Matin“ berichteten. Die verdächtige Person sei auf der Flucht, hieß es zunächst. Medien zeigten ein von Überwachungskameras aufgenommenes Bild eines rennenden Mannes mit einem dunklen Hut.

Das betroffene Gebäude befindet sich Mirmand zufolge an einem Platz nahe der Grenze zu Frankreich. Der Verdächtige soll demnach zu Fuß in Richtung der französischen Stadt Beausoleil gelaufen sein.

Laut Angaben von „Monaco-Matin“ handelt es sich bei den drei Opfern um einen Mann und eine Frau im Alter von 50 bis 60 Jahren sowie einen Jugendlichen, die zu einer Familie gehören. Zahlreiche Rettungskräfte seien am Abend vor Ort gewesen, berichtete „Monaco-Matin“.

Vier weitere Menschen hätten zudem einen Schock erlitten, sagte Mirmand. „Ein Ereignis dieser Art hat sich im Fürstentum noch nie ereignet“, fügte der Regierungschef hinzu.

Der Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Nizza, die rund 20 Kilometer von dem Fürstentum entfernt liegt, bezeichnete den Vorfall in einem Beitrag auf der Plattform X als einen „Anschlag“. Es sei eine „Tragödie, die Monaco erschüttert“, schrieb Éric Ciotti. Er bekundete volle Unterstützung für die Sicherheits- und Rettungskräfte, die im Einsatz seien.

Französische Rettungskräfte trafen nach Angaben aus Kreisen von Frankreichs Innenministerium als Verstärkung vor Ort ein. Es sei zudem eine polizeiliche Zusammenarbeit eingerichtet worden, um den flüchtigen Täter aufzuspüren.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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