Grün, stinkig und gut gelaunt

Das ist krötig - Immersive Erlebniswelt rund um die Olchis

1000 Quadratmeter ist die Halle am S-Bahnhof Ottensen groß, auf 600 davon können Besucher in der Olchis-Welt aktiv werden.

1000 Quadratmeter ist die Halle am S-Bahnhof Ottensen groß, auf 600 davon können Besucher in der Olchis-Welt aktiv werden.

Von dpa

Matschknödel werfen, ein Pupskissen-Bad nehmen, Schlammbad vorbereiten, ins Weltall fliegen: Wer schon immer einmal die Kinderbuch-Welt der Olchis besuchen wollte, hat nun in Hamburg Gelegenheit dazu. Am Wochenende öffnet in Hamburg-Ottensen eine immersive Erlebniswelt des Oetinger-Verlages rund um die kleinen grünen Männchen, die vor allem zum Mitmachen und aktiv sein einlädt.

„Es ist eine Kombination aus Immersion und Haptik. Alles darf und soll angefasst und ausprobiert werden“, sagte Oetinger-Verlegerin Julia Bielenberg der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Der Begriff „immersiv“ beschreibt ein Erlebnis, bei dem man mit Hilfe von Medien in eine interaktive Welt eintaucht.

Das pupst ordentlich, stinkt aber nicht: In der Olchis-Welt kann man auch ein Bad in Pupskissen nehmen.
Das pupst ordentlich, stinkt aber nicht: In der Olchis-Welt kann man auch ein Bad in Pupskissen nehmen.
Das pupst ordentlich, stinkt aber nicht: In der Olchis-Welt kann man auch ein Bad in Pupskissen nehmen.
Im Waggonlabor von Erfinder und Professor Brausewein können es die jungen Besucher dann ruhig angehen lassen und malen.
Im Waggonlabor von Erfinder und Professor Brausewein können es die jungen Besucher dann ruhig angehen lassen und malen.
Im Waggonlabor von Erfinder und Professor Brausewein können es die jungen Besucher dann ruhig angehen lassen und malen.
Er hat's erfunden: Der Kinderbuchautor Erhard Dietl hat sich die stinkigen, grünen Olchis ausgedacht. Es gibt sie seit 1990. (Archivbild)
Er hat's erfunden: Der Kinderbuchautor Erhard Dietl hat sich die stinkigen, grünen Olchis ausgedacht. Es gibt sie seit 1990. (Archivbild)
Er hat's erfunden: Der Kinderbuchautor Erhard Dietl hat sich die stinkigen, grünen Olchis ausgedacht. Es gibt sie seit 1990. (Archivbild)
Bücher, Kuscheltiere und Co. Wenn die Reise durch die Olchis-Welt geschafft ist, können neue Bücher fürs Kinderzimmer gekauft werden.
Bücher, Kuscheltiere und Co. Wenn die Reise durch die Olchis-Welt geschafft ist, können neue Bücher fürs Kinderzimmer gekauft werden.
Bücher, Kuscheltiere und Co. Wenn die Reise durch die Olchis-Welt geschafft ist, können neue Bücher fürs Kinderzimmer gekauft werden.
Ein Ritt auf einem Drachen und dann ab ins Schlammbad. In der immersiven Olchis-Welt ist das möglich.
Ein Ritt auf einem Drachen und dann ab ins Schlammbad. In der immersiven Olchis-Welt ist das möglich.
Ein Ritt auf einem Drachen und dann ab ins Schlammbad. In der immersiven Olchis-Welt ist das möglich.
Wer mutig genug ist, kann auch mal eine Prise Olchis-Höhle und Stinkesocken einatmen.
Wer mutig genug ist, kann auch mal eine Prise Olchis-Höhle und Stinkesocken einatmen.
Wer mutig genug ist, kann auch mal eine Prise Olchis-Höhle und Stinkesocken einatmen.
Ein Müllorgel mit Krachpotenzial - hier darf ordentlich drauf gehauen werden.
Ein Müllorgel mit Krachpotenzial - hier darf ordentlich drauf gehauen werden.
Ein Müllorgel mit Krachpotenzial - hier darf ordentlich drauf gehauen werden.

Die Olchis machen alles, was sonst verboten ist

Aber halt: Wer oder was sind denn überhaupt diese Olchis? Zunächst einmal sind sie Figuren der Kinderliteratur, die auf einem Müllberg im fiktiven Schmuddelfing wohnen. Erfunden hat die Olchi-Familie der Schriftsteller Erhard Dietl. Seit 1990 lässt er die drei Olchi-Generationen - Olchi-Oma, Olchi-Opa, Olchi-Mama, Olchi-Papa und Olchi-Kinder - verschiedenste Abenteuer erleben.

Angefangen hatte das mit Erstlese-Büchern, es folgten Kinderbücher, Bilder- und Pappbücher. Später kamen noch Hörspiele und sogar ein Kinofilm dazu. Der Verlag hat eigenen Angaben zufolge mehr als zehn Millionen Olchi-Produkte verkauft.

Das Besondere an ihnen ist, dass sie all das verkörpern und dürfen, was vor allem Kinder sich oft wünschen oder lustig finden: Sie stinken, sie furzen, sie futtern Müll, sie lieben Schlammbäder, sie meiden frisches Obst, sie räumen nie auf, sie haben einen Drachen als Haustier und sie sind alle ganz wunderbar nett zueinander und stets positiv gestimmt. Für die Hamburger Ausstellung sind übrigens die meisten Designs eng mit Olchi-Erfinder Dietl abgestimmt worden.

Kann man nun in Hamburg ein Schlammbad mit den Olchis nehmen?

Im übertragenen Sinne schon. Die immersive Ausstellung zeigt natürlich viele bewegliche Projektionen aus dem Olchi-Kosmos an den Wänden und auf dem Boden. Die meisten sind jedoch interaktiv. Sie reagieren auf Kontakt mit Bällen, mit Füßen und auf den Körpereinsatz. So müssen die Besucherinnen und Besucher beispielsweise einen Schlammfluss auf dem Boden mit Bausteinen und ihrem Körper in die Grube umleiten, in der der Drache Feuerstuhl auf sein Schlammbad wartet.

Zwölf Stationen können die Olchi-Fans auf den rund 600 Quadratmetern erkunden und dabei auch in die Olchi-Höhle krabbeln. An den Stinkesocken der Olchis riechen, Frösche einfangen, ordentlich Krach auf der Müllorgel machen. In fast jedem Raum ist Neugierde gefragt. „Es geht darum, sich selbst auszuprobieren und auf die eigene Selbstwirksamkeit zu vertrauen“, sagt Bielenberg. Nebenbei könnten die Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung aktiv erleben, dass im Team eben doch vieles leichter gehe.

Drachenritt mit Riesenrutsche aus dem Weltall

Eines der Highlights - dann für ein paar Minuten mal ganz ohne Interaktion - ist der Flug auf dem Drachen Feuerstuhl. Dank einer 360-Grad-Projektion können die Fluggäste nicht nur Schmuddelfing von oben sehen, sondern auch ins Weltall düsen und am Ende durch eine riesige Rutsche aus Plastikflaschen und Strohhalmen direkt ins Schlammbad rutschen.

Die Olchis-Erlebniswelt sei die erste immersive Ausstellung, die sich um eine Figur aus der Kinderliteratur drehe, gleichzeitig alle Sinne anspreche und viel Interaktion erwarte, sagte Bielenberg. Und natürlich soll auch das Lesen und (Wieder-)Entdecken von Büchern durch die Ausstellung gefördert werden. „Die Grundlage für die Ausstellung sind selbstverständlich die Bücher.“

Von Sonntag an ist die Ausstellung gegenüber dem Thalia-Theater direkt an der S-Bahnstation Ottensen für die Öffentlichkeit zugänglich.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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