Fall an Elite-Uni

Gruppenvergewaltigung? New York ernennt Sonderermittlerin

Wegen Zweifeln an der bisherigen Arbeit der lokalen Polizei will Hochul die Ermittlung nun von der New Yorker Generalstaatsanwältin beaufsichtigen lassen.

Wegen Zweifeln an der bisherigen Arbeit der lokalen Polizei will Hochul die Ermittlung nun von der New Yorker Generalstaatsanwältin beaufsichtigen lassen.

Von dpa

Nach Vorwürfen einer Gruppenvergewaltigung an einer US-Eliteuniversität lässt New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul die Ermittlungen unter Aufsicht stellen. Es gebe „ernsthafte Fragen“ zum bisherigen Vorgehen der lokalen Polizei und der Entscheidung des Bezirksstaatsanwalts, den Fall nicht strafrechtlich zu verfolgen, hieß es in einer Mitteilung Hochuls. Darum werde die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates, Letitia James, als Sonderermittlerin für den Fall eingesetzt.

Eine ehemalige Studentin der renommierten Cornell-Universität wirft sieben Männern vor, sie 2024 in einem Verbindungshaus auf dem Gelände der Universität sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben. Sie sei mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht worden. Ihre Aussagen kurz nach dem Vorfall führten nicht zu einem Verfahren.

Die ehemalige Studentin wirft sieben Männern einer Verbindung vor, sie sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben.

Die ehemalige Studentin wirft sieben Männern einer Verbindung vor, sie sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben.

Die örtlichen Behörden sehen sich nun heftiger Kritik ausgesetzt, seit die Frau Mitte September eine Zivilklage einreichte und der Vorfall große Aufmerksamkeit bekam. Auf Basis der Aussagen dort wollte die lokale Staatsanwaltschaft die Frage prüfen, ob der Fall nun zur Anklage gebracht werden kann.

Bezirksstaatsanwalt: Frau hatte keine Straftat beschrieben

Der Bezirksstaatsanwalt argumentiert, in der ursprünglichen Aussage der Frau sei kein Verhalten beschrieben, das eine Straftat darstelle. Gegenüber der Polizei soll sie aber gesagt haben, vergewaltigt worden zu sein, schrieben US-Medien unter Berufung auf Verhörprotokolle. Diese Aussage will er nie gesehen haben, sagt der Bezirksstaatsanwalt.

Das Vertrauen in die Fähigkeit des Bezirksstaatsanwalts sei untergraben, hieß es von Hochul. „Die junge Frau, um die es in diesem Fall geht, hat ein Recht darauf zu wissen, dass jeder Fakt geprüft und Gerechtigkeit angestrebt wird“, wurde die Gouverneurin zitiert. „Diese Maßnahme wird sicherstellen, dass der Fall vollständig und gründlich, unvoreingenommen und unabhängig mit der gebotenen Sorgfalt untersucht wird“, sagte Hochul mit Blick auf die neue Sonderermittlerin.

Die New Yorker Generalstaatsanwältin werde den Vorfall untersuchen, mutmaßliche Straftaten verfolgen und die Beweise einer Grand Jury vorlegen. Als Grand Jury wird eine Gruppe von Geschworenen bezeichnet, die nach der Vorlage von Beweismitteln durch die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob Anklage in einem Fall erhoben werden kann.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.