Sicher schwimmen lernen

Bund fördert Schwimmen-Lernen mit 20 Millionen Euro

Sicher schwimmen zu können, schafft auch Selbstvertrauen, sagt Ronald Rauhe

Sicher schwimmen zu können, schafft auch Selbstvertrauen, sagt Ronald Rauhe

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Von dpa

Eine neues Förderprogramm von Bundeskanzleramt und zwei Vereinen soll mehr Kinder in Deutschland Zugang zu Schwimmangeboten machen. Pro Jahr werden dafür fünf Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt, wie Vertreter der Bundesregierung, des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf einer Pressekonferenz in Berlin erklärten.

Nicht-öffentliche Einrichtungen wie Vereine, Kitas oder Schwimmschulen könnten ab sofort einen Förderantrag stellen. Frist ist der 31. Januar 2027. Das Bundesprogramm ist mit insgesamt 20 Millionen Euro auf vier Jahre angelegt. Ausführliche Informationen gibt es auf der Website des DSV.

60 Prozent können nicht sicher und gar nicht schwimmen

Sicheres Schwimmen sei nicht nur überlebenswichtig, sagte Staatsminister für Sport und Ehrenamt und Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe. „Sicher schwimmen zu können, schafft auch Selbstvertrauen, ermöglicht Teilhabe an Klassenfahrten und Ferienangeboten und eröffnet den Zugang zu gesunder Bewegung.“ Allerdings könnten schätzungsweise 40 Prozent aller Grundschulkinder in Deutschland am Ende ihrer Grundschulzeit nicht sicher schwimmen. 20 Prozent könnten gar nicht schwimmen.

Laut Definition kann ein Kind sicher schwimmen, wenn es sich nicht nur über Wasser halten, sondern eigenständig 15 Minuten über tiefem Wasser schwimmen kann, wie DLRG-Präsidentin Ute Vogt erklärt.

Für was das Geld genutzt werden kann

Was genau sieht das Modellvorhaben mit dem Namen „Deutschland lernt Schwimmen“ vor? Das Förderprogramm konzentriert sich nicht auf den Bau von Schwimmbädern, sondern auf bessere Vernetzung (Säule 1) und Koordination (Säule 2) auf lokaler Ebene. In einem dritten Schritt sollen mehr qualifizierte Schwimmlehrerinnen- und lehrer ausgebildet werden (Säule 3). Für diese Säule gilt der Förderaufruf allerdings nicht.

Säule 1 soll zum Beispiel ermöglichen, dass eine Einrichtung einen Bus mieten kann, mit dem die Kinder zur nächsten Schwimmhalle gefahren werden. Denn gerade im ländlichen Raum ist das nächste Schwimmbad oft weit entfernt. Denkbar sei auch, dass ein Verein mithilfe des Geldes mehr Kurse anbieten kann. Säule 2 sieht vor, dass hauptamtliche Schwimmlotsen eingestellt werden, die die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen entlasten. Sie können zum Beispiel Schulen und Vereine in Kontakt bringen und schauen, wo es freie Kapazitäten gibt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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