Dienstende

477.000 Seemeilen - Chef-Stewart verlässt die „Gorch Fock“

Nach knapp 39 Jahren verlässt Chef-Stewart Burkhart Kempcke die «Gorch Fock».

Nach knapp 39 Jahren verlässt Chef-Stewart Burkhart Kempcke die «Gorch Fock».

Von dpa

So viel Zeit wie wohl niemand sonst hat Burkhart Kempcke auf der „Gorch Fock“ verbracht. Seit Mai 1987 hat der Chef-Steward exakt 477.063,4 Seemeilen (883.521,4 Kilometer) mit dem deutschen Segelschulschiff zurückgelegt. Das entspricht rechnerisch etwa 22 Erdumrundungen. Ganze 4.920 Tage verbrachte der Norddeutsche auf See. „125 verschiedene Häfen: Dreimal New York, dreimal Bermudas, achtzehnmal Lissabon“, sagt der 63-Jährige. Am Donnerstag geht Kempcke endgültig von Bord.

Chef-Steward Kempcke hat sein Handwerk im Kieler Yacht-Club gelernt. Zur Marine kam er durch Zufall. Ein Kollege in einem anderen Restaurant hatte sich als Steward für das damalige Schulschiff „Deutschland“ beworben. Kempcke richtete seine Bewerbung an die „Gorch Fock“ und ging kurze Zeit Später an Bord.

Die «Gorch Fock» ist seit 1987 sein Arbeitsplatz. (Archivbild)
Die «Gorch Fock» ist seit 1987 sein Arbeitsplatz. (Archivbild)
Die «Gorch Fock» ist seit 1987 sein Arbeitsplatz. (Archivbild)
Mehr als 120 Häfen hat er mit dem Schiff besucht.
Mehr als 120 Häfen hat er mit dem Schiff besucht.
Mehr als 120 Häfen hat er mit dem Schiff besucht.
Donnerstag ist Kempckes Verabschiedung an Bord.
Donnerstag ist Kempckes Verabschiedung an Bord.
Donnerstag ist Kempckes Verabschiedung an Bord.

Seemännern sagt man ja nach, in jedem Hafen eine Braut zu haben. „Das dürfen sie aber meiner Frau nicht erzählen“, sagt Kempcke. In seinen 39 Jahren an Bord lernte er alle Bundespräsidenten dieser Zeit, Sänger wie Heino oder den früheren Showmaster Joachim Fuchsberger und auch Könige kennen. In Stockholm bedienter er etwa Schwedens Königin Silvia und deren Tochter Victoria.

Wenn er an den Abschied am Donnerstag denke, habe er einen dicken Kloß im Magen, sagt Kempcke. „Es ist nicht mein Schiff, aber mit Wehmut gehe ich. Ich werde es auch vermissen.“ Dennoch freue er sich auf die Zeit an Land bei seiner Familie mit den beiden Jungs.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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