Drogentod

15 Jahre Haft für Drogenlieferantin nach Matthew Perrys Tod

Perry wurde am 28. Oktober 2023 tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden. (Archivbild)

Perry wurde am 28. Oktober 2023 tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden. (Archivbild)

Von dpa

Im Zusammenhang mit dem Tod von „Friends“-Star Matthew Perry ist eine Drogenlieferantin zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das berichteten die „New York Times“ und der Sender CBS unter Berufung auf eine Gerichtsentscheidung in Los Angeles. Die Staatsanwaltschaft hatte 15 Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung argumentierte, dass die 42-Jährige seit ihrer Festnahme im August 2024 in Untersuchungshaft gesessen und damit ausreichend Zeit hinter Gitter verbracht habe.

Die als „Ketamin-Königin“ bekannte Frau hatte im vorigen September in fünf Anklagepunkten auf schuldig plädiert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lieferte sie unter anderem die Dosis des Narkosemittels Ketamin, die im Oktober 2023 zum Tod des Schauspielers führte.

Neben der Drogenlieferantin waren nach Perrys Tod auch zwei Ärzte, ein Assistent und ein Bekannter des Schauspielers festgenommen worden. Einer der Ärzte erhielt im vorigen Dezember zweieinhalb Jahre Haft, sein Kollege wurde zu acht Monaten Hausarrest verurteilt. Die Strafen für die weiteren zwei Angeklagten stehen noch aus.

Perry war am 28. Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden worden. Zuvor hatte der Schauspieler öffentlich über seinen Kampf gegen Suchterkrankungen gesprochen. Berichten zufolge hatte er sich wegen Depressionen und Angstzuständen einer Ketamin-Therapie unter ärztlicher Aufsicht unterzogen. Zusätzlich soll er sich das Mittel auf dem Schwarzmarkt besorgt haben.

Ketamin ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Narkosemittel. Ebenso können Menschen mit therapieresistenten Depressionen unter bestimmten Voraussetzungen mit Ketamin behandelt werden. Manche Partygänger nutzen das Mittel auch als illegale Clubdroge.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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