Brände und Archäologie
Neue Kameras schützen Griechenlands Kulturerbe vor Bränden

Petros Giannakouris/AP/dpa
Die Anlagen verfügen über optische und Wärmebildkameras, teilweise mit einem Rundumblick von 360 Grad. (Symbolfoto)
Griechenland baut ein landesweites Netz zur Früherkennung von Waldbränden an wichtigen archäologischen Stätten. Diese Anlagen sollen mögliche Brände frühzeitig erkennen und der Feuerwehr in Echtzeit Bilder und Daten liefern. Dies berichtet die Athener Zeitung „Kathimerini“ unter Berufung auf das Umwelt- und Bürgerschutzministerium.
Acht der Systeme sind bereits in Betrieb. Sie überwachen unter anderem die berühmten archäologischen Stätten von Olympia, Mykene und Epidauros. Wie hilfreich die Technik sein kann, zeigte sich am 31. Juli: Damals wurde ein Brand bei Mykene von dem Überwachungssystem erkannt. Um 9.44 Uhr löste es nach Angaben der Behörden automatisch Alarm aus und übermittelte Bilder und weitere Informationen an das zuständige Kontrollzentrum. Der Brand konnte daraufhin rasch gelöscht werden, berichtete das Nachrichtenportal Flash.gr. In den kommenden Wochen sollen sechs weitere Anlagen in Betrieb gehen, unter anderem in der archäologischen Stätte rund um die Akropolis von Athen sowie in Knossos auf Kreta.
Wärmebildkameras und Löschkanonen
Die Anlagen verfügen über optische und Wärmebildkameras, teilweise mit einem Rundumblick von 360 Grad. Schwenk- und neigbare Kameras ermöglichen eine gezielte Überwachung verdächtiger Bereiche. An ausgewählten Standorten sollen zudem mobile Löschkanonen eine erste Brandbekämpfung ermöglichen.
Das Projekt ist Teil des griechischen Zivilschutzprogramms „Aigis“ und wird aus Mitteln des EU-Aufbau- und Resilienzfonds finanziert. Ziel ist es, Brände an besonders wertvollen Kultur- und Naturstätten möglichst früh zu erkennen und dadurch die Reaktionszeit der Einsatzkräfte zu verkürzen.


