Todesfälle

Goncourt-Preisträger Didier Decoin gestorben

Artikel vorlesen
Mit mehr als 40 Veröffentlichungen zählt Decoin zu den vielseitigen französischen Autoren seiner Generation. Mehrere seiner Werke erschienen auch auf Deutsch. (Archivfoto)

Mit mehr als 40 Veröffentlichungen zählt Decoin zu den vielseitigen französischen Autoren seiner Generation. Mehrere seiner Werke erschienen auch auf Deutsch. (Archivfoto)

Von dpa

Der französische Schriftsteller und Drehbuchautor Didier Decoin ist tot. Der mit dem renommierten Prix Goncourt ausgezeichnete Autor starb im Alter von 81 Jahren, wie die Académie Goncourt mitteilte. Decoin, der dem renommierten Gremium von 2020 bis 2024 als Präsident vorstand, galt als einer der vielseitigsten französischen Romanciers seiner Generation.

Auch in Deutschland war Decoin bekannt. Von seinem umfassenden literarischen Werk mit mehr als 40 Veröffentlichungen erschienen mehrere Romane in deutscher Übersetzung.

Zu den in Deutschland erschienenen Werken gehören unter anderem „Fenster zur Hölle“ („John l'Enfer“), für den er 1977 den Prix Goncourt erhielt, der historische Roman „Das Ministerium der Gärten und Teiche“ über das Japan des 12. Jahrhunderts sowie „Der Tod der Kitty Genovese“ über den berühmten Mordfall in New York.

Er wurde am 13. März 1945 als Sohn des Filmregisseurs Henri Decoin geboren. Nach Anfängen als Journalist veröffentlichte er bereits mit 20 Jahren seinen ersten Roman. Es folgten zahlreiche weitere Werke, in denen er sich häufig mit historischen Stoffen, außergewöhnlichen Schicksalen und realen Kriminalfällen beschäftigte.

Neben seiner Arbeit als Schriftsteller war Decoin ein gefragter Drehbuchautor. Er arbeitete unter anderem mit Regisseuren wie Marcel Carné, Robert Enrico und Henri Verneuil zusammen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.