Eurovision Song Contest
EBU sucht Aufnahmen aus ESC-Anfangsjahren

Helmut Fohringer/APA/dpa
Die erste Gewinnerin des EBU-Musikwettbewerbs namens Eurovision Song Contest war im Jahr 1956 die Schweizer Schlagersängerin Lys Assia (1924-2018). (Archivbild von 2015)
Der Veranstalter des Eurovision Song Contest (ESC) ruft zu einer weltweiten Schatzsuche in Archiven auf: Die Europäische Rundfunkunion (EBU) sucht Aufnahmen von zwei der frühesten Ausgaben des früher Grand Prix genannten Musikwettbewerbs. Sie hat weder die volle Aufzeichnung der Erstausgabe von 1956 in Lugano (Schweiz) noch vom Wettbewerb von 1964 in Kopenhagen (Dänemark). Auch die zuständigen Sender finden nichts.
„Die Jagd hat begonnen - wo auch immer auf der Welt sie sich verstecken mögen“, teilte die EBU in Genf mit. „Selbst der kleinste Ausschnitt könnte dazu beitragen, diese historischen Sendungen wieder zum Leben zu erwecken.“
Die EBU hofft, dass sich die Aufnahmen vielleicht in privaten Sammlungen befinden, in selten inspizierten Archiven von Sendern, auf alten Filmrollen, oder womöglich bei einem privaten Fan oder dessen Nachkommen auf dem Dachboden, wo sie in Vergessenheit geraten sein könnten.
Von der Ausgabe 1956 gibt es im Archiv des Schweizer Senders SRG SSR nur eine Aufnahme der Schweizer Gewinnerin Lys Assia.
Eine Aufnahme der italienischen Gewinnerin von 1964 fand der Sender Yle in Finnland in seinem Archiv.
Die EBU feiert in diesem Jahr Jubiläum: 70 Jahre ESC. Abgesehen von 2020, als die traditionelle Show wegen der Coronapandemie ausfiel, hat der ESC jedes Jahr stattgefunden und gilt heute als das größte Live-Musik-Spektakel der Welt. Bei der Ausgabe 2025 seien 166 Millionen Menschen erreicht worden. Die nächste Ausgabe findet in Wien statt. Das Finale ist am 16. Mai.








