Song-Tipp
Mit „Was jetzt?“ rechnet Ikkimel mit ihren Hatern ab

Jacob Schröter/dpa
Ikkimel ist im Mainstream angekommen und füllt Musikhallen und Festivalbühnen, wie hier am SonneMondSterne.
Der erste Song eines Albums ist besonders wichtig. Er gibt den Ton an, dem die restlichen Lieder folgen müssen, und symbolisiert die Ästhetik des Werks. Die 29-jährige Rapperin Ikkimel schaffte genau das mit ihrem Lied „Was jetzt?“ für ihr im April erschienenes Album „Poppstar“.
Der Song startet mit sanften Synthesizern, die eine schon fast übertriebene Spannung schaffen, wie man sie aus Filmtrailern kennt. Dann trifft die Stimme der Berliner Rapperin darauf. Das Lied ist eine Hymne an alle, die ihr jahrelang den Erfolg und die Daseinsberechtigung in der deutschen Musiklandschaft abgesprochen haben.
Ab der Hälfte des Songs drängt sich ein Elektro-Beat mit Techno-Elementen in den Vordergrund. Ikkimel beginnt, alle Dinge aufzuzählen, die für ihren Erfolg sprechen. Egal, ob es die Titelseiten in Modemagazinen sind oder der Werbedeal mit der Make-up-Marke Mac Cosmetics - Ikkimel ist im Mainstream angekommen und füllt Musikhallen und Festivalbühnen. Eben wie ein Popstar, wenn man auf den Albumtitel schaut.
Am Ende des Songs verändert sich der Beat ein letztes Mal. Noch aggressiver als zuvor, fast wie Hardstyle-Techno, begleitet er die letzten Zeilen, in denen die Rapperin immer wieder die Phrase „Und was jetzt?“ wiederholt. Ein Song, der nicht nur zum Mittanzen anregt, sondern auch zeigt, dass man für seine Träume kämpfen muss. Egal, was andere sagen.








