Serien-Tipp

„Lanterns“ verbindet Weltraumhelden mit irdischen Problemen

John Stewart (links) und Hal Jordan können sich nicht sonderlich leiden.

John Stewart (links) und Hal Jordan können sich nicht sonderlich leiden.

Darum geht’s: Hal Jordan ist ein Held. Mit der Macht eines grünen Rings, mit dem er alles erschaffen kann, was er will, beschützt er die Erde und das Weltall. Dabei hätte eigentlich zuerst jemand anderes die Rolle des Green Lantern übernehmen sollen: der Vater von John Stewart. Doch der war zu ängstlich, als ihm der Job angeboten wurde. Von seinen frustrierten Eltern wird John Stewart zum perfekten, furchtlosen Soldaten ausgebildet, der nach Hal Jordan zum Weltraumwächter werden soll.

Nach seiner Entlassung beim Militär ist John endlich bereit, sich seinem Schicksal zu stellen: Er trainiert unter dem inzwischen grantigen Hal Jordan. Zusammen müssen sie im Jahr 2016 ein Geheimnis in einer Kleinstadt lösen, die scheinbar von Aliens infiltriert wurde. Und zehn Jahre später, in der Gegenwart, gibt es auch einige Mysterien für den inzwischen ausgelernten John Stewart ...

Das Besondere: „Lanterns“ spielt vor allem in zwei Zeitebenen: 2016 und 2026. Außerdem finden ganze Folgen in der weiter zurückliegenden Vergangenheit statt. Dadurch werden die Geschichte und die Aufgaben der Green Lantern in dem noch relativ jungen, neuen Superhelden-Universum von DC ausführlich gezeigt.

Fazit: Green Lantern ist ein Superheld, der notorisch schwer zu adaptieren ist. Der erste Filmversuch mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle scheiterte vor inzwischen 15 Jahren zum Beispiel so spektakulär, dass heute noch oft über ihn gelästert wird.

Umso seltsamer ist die Entscheidung, „Lanterns“ als Serie umzusetzen - und nicht als Film. Schließlich braucht Green Lantern viel Budget für CGI-Effekte, um die grünen Konstrukte darzustellen, die er mit seinem Ring erschafft. Doch der Ansatz ist schlauer, als er zuerst wirkt: „Lanterns“ konzentriert sich mehr darauf, die Figuren und Geheimnisse des DC-Universums aufzubauen, als auf riesige Action-Szenen. Vor allem der Strang 2016 wirkt in den ersten beiden Folgen wie ein Krimi. Und Folge drei überzeugt zum Beispiel mit einem Fokus auf die komplexe Beziehung zwischen John Stewart und seinen Eltern.

All das macht „Lanterns“ zu einer Serie, die sich komplett anders anfühlt als der meiste Superhelden-Kram. Die Green Lantern werden übrigens auch eine Rolle in der „Superman“-Fortsetzung spielen, die nächstes Jahr erscheint.

„Lanterns“, eine Staffel mit acht Folgen à 50 Minuten, erscheint wöchentlich auf HBO Max, freigegeben ab zwölf Jahren.

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